Wilhelm Witte

Aus Psychologie Chronik

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Prof. Dr. Wilhelm Witte, 1915-1985
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Prof. Dr. Wilhelm Witte, 1915-1985

Inhaltsverzeichnis

Lebenslauf

Prof. Witte wurde am 8. Januar 1915 in Hattingen/Ruhr geboren; den Besuch des dortigen Realgymnasiums schloß er Ostern 1933 mit dem Abitur ab.

Studium der Mathematik, Physik, Psychologie und Philosophie in Göttingen, Bonn und Heidelberg; Promotion zur Dr. phil. in Heidelberg 1937.

Berufstätigkeit als Fachpsychologe am Arbeitsamt Essen, Leiter der Eignungsuntersuchungsstelle am Arbeitsamt Köln, Fachpsychologe am Landesarbeitsamt Rheinland und am Institut für Klinische Psychologie der Universität Bonn (Fachstation für Hirnverletzte); nebenamtlich Mitglied der Arbeitsgruppe für bergmännische Berufskunde.

Wissenschaftlicher Assistent in Heidelberg bei Willy Hellpach 1943, Habilitation 1944, Venia legendi Heidelberg 1946; nebenamtliche Mitarbeit in der Ausbildung von Taubstummenlehrern.

Ernennung zum apl. Professor 1952, ao. Professor und Direktor des Psychologischen Instituts der Universität Tübingen 1954, o. Professor Tübingen 1962.

Ordinarius für Angewandte Psychologie an der Universität Münster 1964 (seit 1968 für Allgemeine und Angewandte Psychologie), Lehrstuhl für Psychologie II - Allgemeine und Angewandte Psychologie - an der Universität Regensburg 1974; Emeritierung zum 1. April 1983. Prof. Witte starb am 30. Mai 1985.

Selbstdarstellung von Prof. Dr. Wilhelm Witte

im Rahmen der Emeritierungs-Feier am 21. Juli 1983

„Was kann dazu bewegen, sich mit der Psychologie zu befassen? Was hat mich hierzu bewegt?"

Gegen Ende der Gymnasialzeit hatte ich manche Interessen, besonders musikalische und sportliche, noch keine Berufswünsche, aber einen einzigen Studienwunsch. Es war die tiefe Sehnsucht und das geradezu süchtige Verlangen, die Welt (mit Erde, Gestirnen, Pflanzen, Tieren und Menschen) von Grund auf verstehen zu lernen. Diesen Grund vermutete ich beim Einfachsten, was ich kannte: den Grundlagen der Physik und Mathematik.

Im akademischen Unterricht merkte ich dann bald, daß die Mathematik sich nicht mehr auf der Verlängerungslinie von Euklids erster Definition („Ein Punkt ist, was keine Teile hat") bewegte. Ich erfuhr, daß man so etwas nicht mehr explizit, sondern implizit definierte, z.B. so: daß in der Ebene zwei Geraden einen Punkt bestimmen und zwei Punkte eine Gerade.

Bezug zur Anschauung hatte die Mathematik kaum noch. Daran änderte auch das wenige Monate vor Beginn meines Studiums erschienene wundervolle Buch über „Anschauliche Geometrie" meines verehrten Lehrers David HUBERT im wesentlichen nichts.

Die Mathematik stelle sich nur unter eine einzige Forderung: die der Widerspruchsfreiheit. Wie sie ihr Ziel (mit Axiomen, schöpferischen Definitionen, indirekten, Existenz- und Induktionsbeweisen u.s.f.) erreichte, das freilich eröffnete mir ein neues Reich. Dies fesselt mich bis heute unvermindert. Welche „Schule des Denkens" überhaupt, um es mit dem Titel von Polyas Buch über Heuristik in seiner Wissenschaft, eben der Mathematik, zu sagen.

Und in der Physik hörten wir schon in den ersten Stunden von Pohls Mechanik-Kolleg, daß die Himmelskuppel uns, wenn wir auf freiem Felde stehen, flach erscheint, aber wie ein Spitzgewölbe, wenn wir mit dem Rücken vor einem hohen Turm stehen. Pohl bemerkte hierzu: „Die ganze Erscheinung gehört nicht ins Gebiet der Physik, sondern der Psychologie." Ja, zu dieser Wissenschaftsdisziplin seien auch Farben, Glanz, Töne, Klänge usw. zu zählen. Leider, sagte Pohl, ließen sich vielen dieser Tatsachen noch keine sinnesphysiologischen Vorgänge zuordnen. Aber die Kenntnis dieser „psychologischen Tatsachen" als solcher sei „nicht minder wichtig als die physikalischen Gesetzmäßigkeiten".

Freilich, stimmte ich ihm stillschweigend zu: Nur mit alledem, was die Physik also nicht behandelt, sondern diese „Psychologie" (von der ich, soweit ich mich erinnerte, als Wissenschaft bis dahin noch gar nicht gehört hatte), wird ja erst die ganze Welt zugänglich. Ich muß demnach, da es mir auf die ganze Welt ankam, in mein Studium nun die Psychologie einbeziehen. Das habe ich getan, ohne die Physik fallen zu lassen. Bald wußte ich, daß man Phänomene wie Farben, Töne, Gestalten, Formen usw. praktisch genau so gut wissenschaftlich angehen kann wie Strahlung, Pendelschwingungen, elastischen Stoß, Selbstinduktion u.a. physikalische Fakten. Es wurde mir darüber hinaus bald deutlich, daß viele physikalische Begriffe, z.B. der der „Kraft", historiogenetisch in psychischen Tatsachen wurzeln. Pohl führte die Kraft über den Ausgang von der „Muskelkraft" ein. Der Kraft reihten sich Arbeit, Leistung, Impuls u.a. Begriffe an.

Noch etwas bewegte mich schon in der ersten Stunde des Mechanik-Kollegs. Es ließ mich aufhorchen, als Pohl sagte, als Bewegung bezeichne man die Änderung des Ortes mit der Zeit, beurteilt von einem festen starren Körper, dem sogen. „Bezugssystem" aus. Beschleunigten Bezugssystemen widmete er gar ein ganzes Kapitel. Als unsere Fahrzeuge und die Erde gar als solche beschleunigten Bezugssysteme vorgestellt wurden, konnte ich nicht umhin, dies - etwa im Hinblick darauf, daß ich, je nachdem ob ich beim Hinausschauen aus dem Fenster eines Eisenbahnzuges auf einen Zug daneben den Fensterrahmen mitsehe oder nicht, den Eindruck habe, der andere Zug bewege sich oder mein eigener - durch ein integrierendes Stück Psychologie komplettiert auszumalen. Später habe ich der Untersuchung solcher Bezugssysteme Jahrzehnte gewidmet.

Doch zurück! Ich besuchte also nun auch psychologische Kollegs. Aber ich bekam von dem Göttinger Fachvertreter für Psychologie ACH kaum ein Wort der von Pohl genannten psychologischen Tatsachen zu hören. Er befaßte sich damals ganz mit Fragen der Konstitution - wodurch ich aber beispielhaft mit einem weiteren Grundproblem bekannt gemacht wurde: dem des Zusammenhangs von Leib und Seele. Es hat mich nie wieder losgelassen. Eine wesentliche Vertiefung dieser Fragen brachten die Ausführungen des Göttinger Arztes und Phänomenologen Hans LIPPS über die „menschliche Natur". Mit einer Fülle unmittelbarer Gegebenheiten und zugleich dem „Unbewußten" (schon wieder ein mir damals neues Etwas) machten dagegen die Vorlesungen des anderen Göttinger Phänomenologen Moritz GEIGER bekannt. Sein Kolleg über „Philosophie des Raumes und der Geometrie" schlug zudem eine (bis dahin von mir nicht einmal erahnte) Brücke vom anschaulich Gegebenen zum mathematisch Konstruierten. In Professor Geigers akademischem Unterricht wurde das erste Fundament gelegt für meine eigenen viel späteren Bemühungen um metrische Erfassung von Phänomenen und meine Auslassungen über „mathematische Behandlung psychologischer Probleme", aber auch für meine Versuche zur Aufhellung der Historiogenese dessen, was Willy HELLPACH (in seinem Buch „Sinne und Seele") „Ideogonie des Sensuellen" nennt, d.h. sinnenhafter Wurzeln von Ideen und Begriffen, z.B. des genannten Krafteindrucks und anderer haptokinetischer Vorgänge für die Mechanik.

Zu Willy Hellpach in Heidelberg war ich nach zwei Bonner Semestern gekommen, in denen ich in einem vierstündigen Kolleg mit nur noch einem einzigen weiteren Studenten erstens bei Erich BESSEL-HAGEN die (mir später für ein gründliches Verständnis von Piagets Entwicklungspsychologie und genetischer Wissenschaftslehre so unentbehrlich gewordene) Gruppentheorie kennenlernte und zweitens bei Oskar BECKER sozusagen eine Fortsetzung von Geigers Erhellung der Beziehungen zwischen Phänomenen und mathematischen, nun auch noch ästhetischen Begriffen erleben durfte.

In Heidelberg wurde dann im mathematischen Teil meines Studiums besonders die an der Quelle sozusagen von Herbert SEIFERT kredenzte Topologie für meine weitere Befassung mit der mathematischen Behandlung psychologischer Probleme, besonders bei LEWIN, wichtig. Zurück zur Psychologie selbst. Von Willy Hellpach, dem ehemaligen Reichstagsabgeordneten, Reichspräsidentschaftskandidaten, badischen Kultusminister und danach auch badischen Ministerpräsidenten hatte ich als Schüler oft in den Zeitungen gelesen. Aus Hellpachs Buch „Geopsyche", das die Abhängigkeit des Erlebens und Verhaltens, des Befindens, der Stimmung und Leistung von Klima, Wetter, Boden und Landschaft erstmalig systematisch darstellte, hatte mein Deutschlehrer uns Schülern schon einen Abschnitt vorgelesen. Ich war nun im 7. Semester und erhoffte mir für den Schluß des Studiums, in dem mir die Psychologie immer wichtiger geworden war, eine Verdichtung all dessen, was ich bisher studiert hatte und darüber hinaus noch viel Ergänzendes. Hellpach hatte als Schüler schon in einer Schrift über die Kehlkopf-Krankheit Kaiser Friedrichs die mögliche Bedeutung der Ärzte für die Geschichte, die ihn so sehr interessierte, geschildert gefunden. Er hatte daraufhin Medizin studiert, sie durch das Studium der Psychologie ergänzt, dies mit einer experimentell fundierten Dissertation über Farben und einem Rigorosum mit den Nebenfächern Physik und Botanik abgeschlossen, war dann Nervenarzt und Psychologie-Dozent geworden und hatte als solcher die ersten deutschen Vorlesungen über Arbeitspsychologie gehalten: Ein solcher Mann war nach allem der beste Lehrer für mich.

Nach meiner Promotion ging ich in die Praxis der Arbeitsverwaltung und des Bonner Instituts für Klinische Psychologie, auf dessen Fachstation für Hirnverletzte es viel zu tun gab, als der Krieg ausgebrochen war, für den ich in der Musterung nach den Folgen zweier Fußoperationen als nicht verwendungsfähig bezeichnet wurde.

Als Willy Hellpach eine Assistentenstelle zur Verfügung hatte, rief er mich, gut fünf Jahre nach meiner Promotion, zurück. Nach dem Krieg wurde ich bald Dozent und wirkte, als die Taubstummenlehrerausbildung in Heidelberg zentralisiert wurde, nebenamtlich an dieser mit. Aus der Arbeit mit den Fachstudenten erwuchs eine Reihe von Untersuchungen zur Psychologie der Taubheit. Die Arbeit mit und an Behinderten hat dann nicht mehr aufgehört. Es waren später auch Blinde, Contergan-Kinder und andere orthopädisch Leidende. In 30 Jahren etwa hatte ich schließlich ein so verschiedenartiges Behindertengut kennengelernt, daß ich vor zehn Jahren meinte, einmal zu einer allgemeinen Psychologie der Behinderung und Rehabilitation ausholen zu sollen.

Um jene Zeit wurde ich hierher berufen. Ministerium und Universitätsverwaltung begrüßten zusammen mit den Psychologen hier Lehre und Forschung auf diesen beiden Gebieten. Wissenschaftlich hat mir diese Betätigung gezeigt, was der Mensch alles vermag, wenn durch Erkrankung, Unfall, Vergiftung u. dgl. seine Fühlung mit Umwelt, Mitwelt, Innenwelt schwer behindert ist, und wie sehr der so Behinderte sich dann mit neuen Mitteln die Verwirklichung seiner alten Ziele zu erhalten sucht (schon das armlose dysmele Kleinkind etwa durch spontanen Ersatz der Hände durch die Füße beim Greifen) oder wie sich der Behinderte ganz neue Ziele setzt (der Handwerker etwa pädagogische, organisatorische u. dgl. m.). Unsere Studien in diesem letzten Jahrzehnt haben uns aber auch, angeregt von der ebenso beherzten wie einfallsreichen Selbsthilfe Behinderter, Wege finden lassen, wie wir ihnen darüber hinaus rehabilitiv wirksam helfen können, sich menschenwürdig im Leben einzurichten: Wege der Motiverweckung, Motivstiftung, des Erkundens und Einübens bis dahin nicht betätigter Wahrnehmungs-, Bewegungs-, Handlungsweisen usw.

Mein ausdrückliches Ziel ist, wie gesagt, von den Schülerjahren an gewesen, die Menschen, ihre Welten und ihre Weltfühlungen besser verstehen zu lernen. Die Behinderten haben mich diesem Ziel sehr viel näher gebracht. Sie erfahren ja die Weltfühlung in deren Schwinden, Verlustiggehen besonders einschneidend und eindringlich. Sie haben uns - im Erleiden, Ertragen und Sichübereignen der Heimsuchung, aber auch im neuen Aufschwung und in ihrer Findigkeit, neue Möglichkeiten zu aktivieren - viel von dem kennen gelehrt, was alles menschenmöglich ist und was alles Welthaltigkeit ausmacht. Was habe ich also im ganzen Leben getan? Glücklich mir Zufallendes wahrgenommen; Begegnungen genutzt, mein ursprüngliches Erkenntnisziel konsequent weiter verfolgt. Die Psychologie hat mir in einzigartiger Weise hierbei geholfen. Und als ich sah, daß sie auch praktisch zu nutzen ist, habe ich dies getan. Manchmal habe ich angesichts des Staunens darüber, daß es etwas für mich so integrierend Wichtiges wie diese Psychologie gibt, gedacht: Es ist wie eine Fügung, daß ich so bald nach Schaffung der wissenschaftlichen Psychologie durch FECHNER 1860 und nach ihrer universitären Institutionalisierung durch WUNDT 1879 geboren wurde. Was hätte ich wohl getan, wenn ich um 1800 geboren worden wäre? Ich hätte mir die Psychologie selbst schaffen müssen. Aber dazu besitze ich nun doch nicht genug Phantasie.

Haben sich meine Blütenträume erfüllt? Nun, ich glaube, ein Anfang ist gemacht, auf dem ich nun, wenn ich als Emeritus leidlich rüstig bleibe, aufbauen kann. Ich kenne einigermaßen die Physik, die Psychologie, die beide verbindende Psychophysik, die Anfänge der zwischen diesen Feldern vermittelnden Psychophysiologie, Biologie, Phylogenese. Die in der Jugend ersehnte Welt- und Menschenerkenntnis hat mir darüber hinaus etwas geschenkt, was mich extentiell tief dankbar stimmt: Pohls „psychologische Tatsachen" lassen ja Schwingungen tönen, klingen, singen, Strahlung leuchten, schimmern, glänzen, ungeordnete Molekularbewegungen als Wärme erfahren usw. usw.

In einem durch solche „psychologischen Tatsachen" angereicherten und so zu uns sprechenden Kosmos fühlen wir uns wohl. Freilich, hier gibt es auch solche „psychologischen Tatsachen" wie Lärm, Gestank, Schwüle u. dgl. Aber wir können dem doch weitgehend entfliehen. Andere „psychologische Tatsachen" (wie etwa Erfahrungen, Gefühle, Instinkte) warnen uns ja so oft vor jenen Widerwärtigkeiten zur rechten Zeit.

Ich staune, daß es dies alles gibt: Lust, Unlust, Schmerz und all dies. Wie mag es zustande gekommen sein? Wann kam es zu den ersten Gestalteindrücken, die auch noch den Schwachsinnigen ohne jede Denkbemühung dicht und schnell mit hoher Wahrscheinlichkeit über Wirkungszusammenhänge unterrichten?

Daß ich dahin gekommen bin, dies - was doch alles so lebenswichtig ist - wenigstens bestaunen zu dürfen, verdanke ich der Befassung mit der Psychologie.

Ihr verdanke ich es aber auch, daß ich besonders stark und eindringend viel Leid und Schuld erfahren habe, viel Aufruf zur Hilfe, viele Chancen für Selbsterkenntnis, zum - durch gute Vorbilder geleiteten - Besserwerden. Daher: Die Psychologie ist für mich eine gute Macht gewesen. Fein, daß unsere Universitäten ihr eine Heimstatt geben. Gut für unsere Jugend, unser Gemeinwohl, unsere Kultur.

Schriften-Verzeichnis

1. Dissertation und Habilitationsschrift

Die Metaphysik von Ludwig Klages. Würzburg: Triltsch 1939, 76 S. Die Methodik der experimentellen Charakterologie. Heidelberg 1944, maschinenschriftlich, 238 S.

2. Originalia

Psychologie der Berufswerbung. In: Festschrift zum 65. Geburtstag Willy Hellpachs (hgg. von l. Döhl), Heidelberg 1942, maschinenschriftlich, 50 S.

Entwicklung und Gestaltung der Nachwuchslage im Bergbau. Heidelberg 1944, maschinenschriftlich, 74 S. (Druckstöcke vernichtet)

Klinische Möglichkeiten experimenteller Psychodiagnostik. In: Klinische Psychologie (hgg. von W. Hellpach). Stuttgart: Thieme 1946, 189-216. Span. Übers. Madrid: Morata 1952.

Experimentalpsychologische Grundlagen der Lehre von der menschlichen Umwelt. In: Charakterologische Schriften des Berufsverbandes Deutscher Psychologen, Heft 1 (hgg. von J. v. Allesch u. a.). Hamburg: Nölke 1948, 87-102.

Bericht über den 17. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Psychologie in Göttingen. Ärztliche Praxis 1949, / (1), 22 S.

Probleme der projektiven Technik. In: Bericht über den 17. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (hgg. von A. Wellek). Göttingen: Hogrefe 1953, 57-59.

Aufgaben der Arbeitspsychologie. Ärztliche Praxis 1950, 11 (27/28), 14.

Fröbel und der Arzt von heute. Ärztliche Praxis 1952, 4 (28), 12.

Zur Geschichte des psychologischen Ganzheits- und Gestaltbegriffes. Studium Generale 1952, 5, 455-464.

Das Erlebnis der Grenze und die Grenzen des Erlebens und Verhaltens. Studium Generale 1952, 5, 604-616.

Einheit der Erziehung. Ruperto-Carola 1953, 11/12, 97-100.

Über den Vorgang des Sichbesinnens. In: Bericht über den 19. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (hgg. von A. Wellek). Göttingen: Hogrefe 1954, 166-168.

Zur Psychologie der Taubstummen. In: 50 Jahre Taubstummenbildung (hgg. von der Staat!. Gehörlosenschule Heidelberg). Heidelberg 1954, 24-34. Und in: Erziehung und Unterricht behinderter Kinder (hgg. von H. von Bracken). Frankfurt: Akad. Verlagsges. 1968, 416-422.

Zur Struktur von Bezugssystemen. In: Bericht über den 20. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (hgg. von A. Wellek). Göttingen: Hogrefe 1956, 137-139.

Das Studium in der Philosophischen Fakultät. In: Studienführer der Universität Tübingen (hgg. v. W. Wagner). Tübingen: Hopfer 1956, 193-202.

Einführung in die Mathematische Behandlung psychologischer Probleme. Anhang zum Psychologischen Wörterbuch (hgg. von F. Dorsch). Hamburg: Meiner; Bern: Huber, 6. Aufl. 1958, 389-455.

Peter Rosegger, Walter Stets und die Berufskunde. In: Berufsberatung gestern, heute, morgen (hgg. von W. Arrimond). Bielefeld: Berteismann 1959, 63-70.

Ist die Psychologie ein konfessionell bestimmtes Lehr- und Studienfach? (zusammen mit W. Metzger u. a.) Die Bayerische Schule 1959, 33, 6.

Aktualgenese der Erinnerung. Zeitschrift für experimentelle und angewandte Psychologie 1959, 6, 508 - 518.

Transposition als Schlüsselprinzip. In: Gestalthaftes Sehen (hgg. von F. Weinhandl). Darmstadt: Wiss. Buchges. 1960, 406-412. Und in: Information über Gestalt (hgg. von M. Schneider). Düsseldorf: Bertels- mann 1974, 121-127.

Mnemische Determination und Dynamik des reproduktiven Tatonnements. Psychologische Beiträge 1960, 4, 179-205.

Struktur, Dynamik und Genese von Bezugssystemen. Psychologische Beiträge 1960, 4, 218-252.

Über Phänomenskalen. Psychologische Beiträge 1960, 4, 645-672.

Sport als Spiel und seine Bedeutung für den modernen Menschen. Studium Generale 1960, 13, 48-62.

Experimentelle Untersuchungen zur Wahrnehmungsdynamik. Psychologische Beiträge 1960, 5, 458-468.

Kategoriensysteme und Wahrnehmungsdynamik (zusammen mit O. Heller). Psychologie und Praxis 1961, 5, 63-65.

A mathematical model of reference Systems and some implications for category scales. Acta Psychologica 1961, 19, 1-5.

Zur Wissenschaftsstruktur der psychologischen Optik. Psychologische Beiträge 1962, 6, 451 -462.

Somästhesie und haptische Wahrnehmung. Studium Generale 1964, 17, 596-608. Perzeptive Organisation als Weg zur Wahrnehmung. In: Bericht über den 24. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (hgg. von H. Heckhausen). Göttingen: Hogrefe 1965, 92 - 96.

Zu den Beziehungen zwischen praktischer Psychologie, angewandter Psychologie und psychologischer Grundlagenforschung. Psychologische Beiträge 1966, 9, 368-377.

Determination mnemonique et dynamisme du tatonnement reproducteur. In: 18. Congres International de Psychologie, Resumes de Communications II: Principaux Problems de la Psychologie. Moscou 1966, 346.

Haptik. In: Handbuch der Psychologie, Band l, 1: Wahrnehmung und Bewußtsein (hgg. von W. Metzger). Göttingen: Hogrefe 1966, 498-517.

Das Problem der Bezugssysteme. In: Handbuch der Psychologie, Band l, 1: Wahrnehmung und Bewußtsein (hgg. von W. Metzger). Göttingen: Hogrefe 1966, 1003-1027.

Einige Probleme beruflicher Entwicklung sub specie der psychologischen Grundlagenforschung. Zeitschrift für experimentelle und angewandte Psychologie 1967, 14, 332 - 342.

25 Kongresse - ein Stück Wissenschaftsgeschichte. In: Bericht über den 25. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (hgg. von F. Merz). Göttingen: Hogrefe 1967, 1-12.

Zur Analyse der Absolutbeurteilung sportlicher Leistungen. Zeitschrift für experimentelle und angewandte Psychologie 1971, 18, 678 - 691.

Bericht über die im letzten Vierteljahrhundert von meinen Arbeitskreisen in Heidelberg, Tübingen und Münster durchgeführten Untersuchungen. Münster 1971, maschinenschriftlich, 63 S.

Sportpsychologische Anregungen der Spiele zur Feier der XX. Olympiade. Psychologische Beiträge 1973, 15, 1-50.

Psychologische Aspekte der Olympischen Spiele 1972. Ahrensburg: Czwalina 1973, 60 S. (= Probleme der Sportpsychologie, Band 1).

Untersuchungen zur Behinderung des Denkens durch Anschauung. Psychologische Beiträge 1974, 16, 277-287.

Sport als spezifisch menschliche Betätigung. In: Bericht über den 29. Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (hgg. von W. Tack). Göttingen: Hogrefe 1975, Band 2, 301-312.

Empirische Methoden in der Sportpsychologie (Einführung). In: Bericht über das 1. Internationale Symposium 1974 (Red. H. Rieder u.a.) Schorndorf: Hofmann 1975, 2 - 5 (= Schriftenreihe des Bundesinstituts für Sportwissenschaft, Band 4).

Zum Gestalt- und Systemcharakter psychischer Bezugssysteme. In: Gestalttheorie in der modernen Psychologie (hgg. von S. Ertel u.a.). Darmstadt: Steinkopff 1975, 76-93.

Haptische Täuschungen bei Sehenden und Geburtsblinden. In: Studies in Perception (hgg. von G. B. Flores d'Arcais). Milano, Firence: Mar- tetlo 1975, 312-325. Ist all das, was man umgangssprachlich Handeln nennt, Verhalten spezifischer Art? In: Psychologie der Handlung und Bewegung (hgg. von A. Thomas). Meisenheim: Hain 1976, 23-55 (= Psychologia Universalis, Bd. 32).

Los „jugements absolus". In: Univers de la Psychologie (hgg. von J. Hamburger). Paris: Lidis 1977, 319-322.

Das Wesen der Behinderung. In: Anthropologische Aspekte der Psychologie (hgg. von D. Rüdiger und M. Per- rez). Salzburg: Müller 1979, 76-82.

Methodische Anregungen aus Helmut von Brackens Befragungsunterlagen seiner Untersuchungen über Vorurteile gegen behinderte Kinder, ihre Familien und Schulen. Psychologische Beiträge 1979, 21, 147-151.

Einander verstehen - miteinander leben. Vortrag bei der Eröffnungsveranstaltung zum Internationalen Jahr der Behinderten 1981 in Bayern am 19. 1. 81 in München. In: Regensburger Universitätszeitung 1981. Nr. 3, 3-5 und Horus 1981, 43(4), 7-10.

3. Stichworte in Wörterbüchern

In: Psychologisches Wörterbuch (hgg. von F. Dorsch). Bern, Stuttgart und Wien: Huber, 10. Aufl. 1982: Bezugssystem, 100-101; Narkolepsie, 438; Wahrscheinlichkeit, 744 - 745.

In: Historisches Wörterbuch der Philosophie (hgg. von J. Ritter, ab Band 4 von J. Ritter und K. Gründer). Basel und Stuttgart: Schwabe: Beobachtungsfehler, Bezugssystem, 1971, Band 1, 831-832, 910-912. Ebenmerklich, Fechnersches Gesetz, Feld, Feldtheorie, 1972, Band 2, 305-306, 918-919, 923-929. Geopsy-chisch, Haptisch/optisch, Band 3, 328, 999. Ideomotorisches Gesetz, Isomorphie, psychophysische, 1976, Band 4, 185-186, 628-630. Niveau, psychophysisches, 1984, Band 6, 866 - 867. Parallelismus, psychophysischer, Problem, psychophysisches, Psychometrie, Psychophysik/psychophysisch, Psychomotorik, Psycho-technik, Band 7, im Druck.

4. Persönliche Würdigungen

Willy Hellpach als Denker, In: Universitas Litterarum - Gesammelte Aufsätze von Willy Hellpach (hgg. von R. Heß und W. Witte). Stuttgart: Enke 1948, 14-18.

Willy Hellpach - zu seinem 80. Gebunstag am 26. Februar 1957. Ruperto-Carola 1957, 22, 15-24 und Psychologische Beiträge 1957, 3, 3-20.

Fermate im Schaffen (Vorwort zur Metzger-Festschrift). Psychologische Beiträge 1960, 5, 5.

Zum Geleit (Vorwort zur Köhler-Festschrift, zusammen mit S. A. Asch). Psychologische Beiträge 1962, 6, 337.

Festgeleit (Vorwort, zur Dorsch-Festschrift, zusammen mit H. Hacker). Psychologische Beiträge 1966, 9, 179-180.

George Humphrey (Nachruf). Psychologische Beiträge 1968, 10, 161-162.

Wolfgang Köhler (Nachruf). Psychologische Beiträge 1968, 10, 163-164.

Hellpach, Willy Hugo. Neue Deutsche Biographie 1969, 8, 487-488.

Zur Bedeutung von Margarete Eberhardts Werterhellung für die psychologische Forschung. In: Relationales Denken und Werten. Hamburg: Eberhardt-Gesellschaft 1973, 31-50.

Unser Verleger Dr. Anton Hain, 4. 5. 1892- 17. 5. 1973. Psychologische Beiträge 1973, 15, 475-477.

(Statement über Jean Plaget.) In: Hommage a Jean Plaget. Stuttgart: Klett 1976, 46. Helmut von Bracken zum 21. Mai. Psychologische Beiträge 1979, 21, 145-146. Wolf gang Metzger, 22. 7. 99-21. 12. 79, ständiger Mitarbeiter der „Psychologischen Beiträge" seit ihrem Bestehen. Psychologische Beiträge 1980, 22, 545-552.

5. Herausgeberschaft

Henri Walion: Grundzüge der angewandten Psychologie. Hgg. mit Anmerkungen von W. Witte. Meisenheim: Hain 1948, 166 S.

Universitas Litterarum. Gesammelte Aufsätze von Willy Hellpach. Stuttgart: Enke 1948, 381 S. (zusammen mit R. Heß).

Psychologie Universalis (Mitherausgeber), seit 1952

Psychologische Beiträge (Mitherausgeber), seit 1953

Herausgeber: Der Präsident der Universität Regensburg Redaktion: Dr. Rudolf Ebneth, M. A. Druck: Mittelbayerische Druckerei- und Verlags-Gesellschaft mbH Regensburg


Quelle

Akademische Gedenkfeier für Prof. Dr. Wilhelm Witte (8.1.1915 - 30.5.1985) am 5. Juli 1985. In Regensburger Universitätsreden, Heft 2, 1985

Persönliche Werkzeuge