Universität Regensburg
Institut für Volkswirtschaftslehre einschließlich Ökonometrie
Prof. Dr. Wolfgang Wiegard
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Forschung

1. Computational Public Economics - 2. Frontiers in Economics - 3. Effizienzeffekte der Einkommensbesteuerung - 4. Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen der ökologischen Steuerreform - 5. Eastern Enlargement of the EU -


Wolfgang Wiegard

Forschungsinteressen allgemein: Finanzwissenschaft, Sozialpolitik, Numerische Gleichgewichtsmodelle

 

  • Computational Public Economics (gemeinsam mit Christoph Boehringer und Anna Ruocco)

    Aus diesem Projekt soll ein Lehrbuch über Politikanalysen auf der Grundlage numerischer Gleichgewichtsmodelle hervorgehen. CGE-Modelle (CGE: computable general equilibrium) werden von allen internationalen Organisationen - OECD, EU-Kommission, IMF, Weltbank etc. - zur Analyse von fast allen Politikproblemen eingesetzt. Es gibt aber kein wirklich befriedigendes Lehrbuch, das aufzeigt, wie solche Modelle numerisch gelöst und die Ergebnisse ökonomisch interpretiert werden. Das Buch enthält auch eine Einführung in das Programmpaket GAMS mit Anwendungen. Im ersten Teil sollen statische, im zweiten Teil dynamische Modelle behandelt werden.

  • Frontiers in Economics (gemeinsam mit DIW, Berlin, im Auftrag des BMF, Berlin)

    Zu untersuchen ist im Rahmen dieses Projekts, "ob und inwieweit der Beitrag wirtschaftswissenschaftlicher empirischer und/ oder theoretischer Forschung zur Erklärung des sozio-ökonomischen, insbesondere aber wirtschaftlichen Wandels (sowohl im nationalen Zusammenhang als auch für das zusammenwachsende Europa) und zum aktuellen wirtschaftspolitischen Beratungsbedarf verbessert werden könnte bzw. kann."

    Nähere Informationen beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).

     

  • Ermittlung der Effizienzeffekte der Einkommensbesteuerung unter Verwendung von Steuerpaneldaten (gemeinsam mit Diplom-Volkswirt Hannes Schellhorn und dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung, Tübingen)

    Einkommenssteuern rufen auf Haushaltsebene Substitutionseffekte zugunsten nicht oder geringer besteuerter Aktivitäten hervor. Diese Steuervermeidungsreaktionen sind verantwortlich für zusätzliche, d.h. über die reine Zahllast hinausgehende Wohlfahrtseinbußen auf seiten der Besteuerten. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, das Ausmaß der Zusatzlasten durch die Besteuerung von Haushaltseinkommen in der Bundesrepublik Deutschland empirisch zu ermitteln. Die Berechnungen werden für die Bundesrepublik erstmals auf der Grundlage von Steuerpaneldaten durchgeführt. Als Datengrundlage dient ein auf einer Zufallsstichprobe basierendes Panel individueller Mikrosteuerdaten, das alle mit der individuellen Steuerveranlagung erhobenen Informationen - derselben Steuerzahler über mehrere Jahre hinweg - ausweist. Überdies wird im deutschen Sprachraum erstmalig auf ein Konzept zuückgegriffen, das implizit alle Möglichkeiten der Steuervermeidung umfassend berücksichtigt. Die Intensität des Steuervermeidungsverhaltens soll aus der beobachtbaren Reaktion individueller zu versteuernder Einkommen auf eine exogene Änderung individueller Grenzsteuersätze errechnet werden, wobei die deutschen Einkommensteuerreformen der zweiten Hälfte der 1980er Jahre gewissermaßen als natürliches Experiment fungieren. Das Projekt soll in Kooperation zwischen dem Institut für Volkswirtschaftslehre an der Universität Regensburg und dem Institut für angewandte Wirtschaftsforschung (Tübingen) durchgeführt werden.

  • Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen der ökologischen Steuerreform (gemeinsam mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim, Abteilung Umwelt- und Ressourcenökonomik, Dr. Christoph Boehringer et al.)

    Ziel des Projekts ist es, die potentiellen Auswirkungen der ersten Stufe der am 1. April in Kraft getretenen ökologischen Steuerreform auf die Beschäftigung, sektorale Produktions- und Konsumstrukturen, die Einkommensverteilung sowie die Entwicklung der energiebedingten Schadstoffe möglichst realistisch abzuschätzen. Die auf der Grundlage eines gesamtwirtschaftlichen Modells simulierten Effekte sollen aus finanzwissenschaftlicher Sicht erklärt und qualitativ mit den Ergebnissen von einschlägigen Studien verschiedener Forschungsinstitute verglichen werden.
    Nähere Informationen: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung

     

  • Eastern Enlargement of the EU: Economic Costs and Benefits for the present EU Member States (gemeinsam mit PD Dr. Peter Gottfried und Dr. Anna Ruocco)

    The aim of the study is to discuss the benefits of the first enlargement for the current Member States of the European Union, using a computable general equilibrium model. The essential issue is to evaluate the dynamic effects on the Member States' economies as well as on the Member States' budgetary performance due to the enlargement shock. Taking the general equilibrium approach as a starting point, the study will address two broad issues:
    • A welfare issue, assessing the welfare enhancement due to the enlargement.
    • The effects of eastern enlargement on the revenues and expenditures of the national budgets.
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