Häufig gestellte Fragen / Frequently Asked Questions

Um zunächst mal ganz vielen Fragen vorwegzugreifen, gibt es hier einen kleinen Film über das Studium der Pharmazie:

 

Falls die eigene Frage noch nicht gelöst wurde oder man sich nicht erst den ganzen Film anschauen möchte, gibt es hier eine schriftliche Auswahl - nach Kategorien sortiert - an Fragen und deren Antworten:


Voraussetzungen für das Studium

Muss ich in der Schule Chemie-, Biologie- und Physik-Unterricht gehabt haben?
Benötigt man für das Studium Chemie- und/oder Biologie-LK?
Muss ich vor Studienbeginn Vorbereitungskurse besuchen?
Benötigt man für das Studium Latein- und/oder Griechisch-Kenntnisse (Latinum / Graecum)?
Benötigt man für das Studium spezielle Impfungen?

Zulassungsbedingungen für das Studium

Welchen Abschluss benötige ich für das Studium der Pharmazie?
Wie bewerbe ich mich für das Studium der Pharmazie?
Welche Kriterien spielen bei der Auswahl durch die Uni eine Rolle?
Kann ich mich in Regensburg auch zum Sommersemester bewerben?
Ich habe keinen Studienplatz erhalten. Sollte ich jetzt ein Chemie-Studium beginnen und dann nach dem 1. Semester an der Uni wechseln?

Inhalt und Ablauf des Studiums

Wie lange dauert das Studium?
Wann beginnt das Semester und die Vorlesungszeit?
Wie sieht ein typischer Tagesablauf im Studium aus?
Muss ich mich für Praktika selbst anmelden?
Wie melde ich mich für das Praktikum Physik an?
Wie melde ich mich für das Praktikum Pharmazeutische und Medizinische Terminologie an?
Wie melde ich mich für das Praktikum Pharmazeutische Biologie 1 und 2 an?
Wie melde ich mich für das Praktikum Arzneiformenlehre an?
Wie melde ich mich für das Praktikum Pharmazeutische Biologie 3 an?
Wie melde ich mich für das Praktikum Pharmazeutische Technologie an?
Wo kann ich die Ausstattung für das Praktikum Pharmazeutische Biologie 1 und 2 erwerben?
Wie komme ich an Skripte für die Vorlesungen?

Famulatur

Ich bin bereits PTA / PKA. Muss ich noch eine Famulatur ableisten?
Wann muss die Famulatur abgeleistet werden?
Erhält man als Famulant einen Lohn?
Welche Tätigkeiten darf man als Famulant in der Apotheke erledigen?
Wo kann ich meine Famulatur ableisten?
Kann ich meine Famulatur auch im Ausland ableisten?

1. Staatsexamen

Ich bin im 4. Semester und habe noch nicht alle Scheine erworben. Wie verläuft mein Studium nun weiter?
Wann finden die Prüfungen für das Staatsexamen statt?
Wo finden die Prüfungen für das Staatsexamen statt?
Wie verläuft eine Prüfung?
Von wem werden die Fragen für die Prüfungen des 1. Staatsexamens gestellt?
Wie werden die Prüfungen bewertet?
Wann erhalte ich ein Ergebnis?

Allgemeines

Werden im Studium Tierversuche durchgeführt?
Wie schwierig / anspruchsvoll ist das Studium?
Kann man während der Vorlesungszeit nach Hause fahren?
Besteht die Möglichkeit der Nachhilfe, wenn ich in meinem Studium nicht klar komme?
Muss ich die Vorlesungen an der Uni besuchen?
Muss ich Bücher kaufen? Und wieviele? Wie teuer kommt das?
Muss ich Verbrauchsmaterialien für Praktika selbst bezahlen? Wie teuer kommt das Studium?
Was mache ich, wenn ich zu einem Klausurtermin krank werde? Wie viele Versuche habe ich für eine Klausur?
Im Studium werden auch zahlreiche Praktika im Labor abgehalten. Wie gefährlich ist das?
Wie und wo finde ich in Regensburg eine Unterkunft?
Ich muss zum Begleitenden Unterricht während dem PJ nach Regensburg. Gibt es die Möglichkeit einer günstigen Unterkunft für diese 2 Wochen?
Ist es möglich, während dem Studium einer Arbeit nachzugehen?
Wie bekomme ich BAföG?
Besteht die Möglichkeit, dieses Studium mit Kind zu absolvieren?
Wieviel Freizeit habe ich während des Studiums? Und was bietet mir die Uni, um diese Freizeit zu nutzen?
Welche Möglichkeiten habe ich nach dem abgeschlossenen Studium an der Uni?

Ortswechsel / Study Exchange

Ich möchte aus dem Ausland nach Regensburg wechseln. An wen wende ich mich? / I would like to continue studying in Regensburg. To whom can I apply?
Ich möchte den Unistandort innerhalb Deutschlands wechseln. An wen wende ich mich?
Wie lauten die Bewerbungsfristen für einen Ortswechsel?
Welche Unterlagen benötige ich für einen Ortswechsel?

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Das Studium baut überwiegend auf Chemie auf. Daneben beschäftigt man sich noch mit der Biologie, Physik, Mathematik und Medizin. Vorwissen aus der Schule ist grundsätzlich immer hilfreich, da man das Wissen auch über einen längeren Zeitraum gelernt hat und es so auch selbstverständlicher anwenden kann. Theoretisch setzt dieser Studiengang aber wie jeder andere keine Vorkenntnisse voraus und beginnt auf Level 0, so dass jeder einsteigen kann. Man muss sich dann allerdings im Klaren darüber sein, dass der Lernaufwand noch höher sein wird.
Leistungskurse sind grundsätzlich natürlich ausführlicher und man konnte sich mit dem Lernstoff intensiver und über einen längeren Zeitraum auseinandersetzen. Dieser Faktor mag eine wichtige Rolle spielen und auch einen Vorteil darstellen. Da die Themen an der Uni aber weit über den Schulstoff hinaus gehen, hat man als Lkler allenfalls in den ersten paar Wochen einen Vorteil. Abgesehen von dem schmäleren Grundwissen steht der Grundkurs dem Leistungskurs also in nichts nach und stellt kein Kriterium für die Studienwahl dar.
Häufig liest man von Vorbereitungskursen, die auf den Studienbeginn vorbereiten und die Studierenden auf ein ähnliches Niveau bringen sollen. In diesem Studiengang ist dies allerdings nicht nötig, da alle Vorlesungen bei Null beginnen und kein Vorwissen voraussetzen. Die letzten Wochen und Monate vor Studienbeginn sollte man besser in Urlaub oder Arbeit investieren, um sich das nötige Geld anzusparen oder sich noch eine angenehme Zeit vor dem zeitintensiven Studium zu machen.
Entgegen der immer noch hartnäckigen Gerüchte, man bräuchte für das Pharmazie-Studium ein Latinum, können wir sagen: dem ist nicht so! Es gibt für diese Thematik die Vorlesung "Pharmazeutische und Medizinische Terminologie", in der man sich die Begriffe mit deren lat. und gr. Ursprung aneignet. Vorkenntnisse aus der Schule sind sicher eine Erleichterung für die Wortableitungen, gute Merkfähigkeit für Fremdwörter reicht hier aber definitiv auch. Daneben wird eine kleine Schwäche auf diesem Gebiet nicht zum Scheitern im Studium führen - dies ist gewiss!
Nein. Im Pharmazie-Studium sind spezielle Impfungen wie bei Medizin keine Pflicht.

Um sich für das Studium bewerben zu können, benötigt man die Allgemeine Hochschulreife. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese regulär über ein Gymnasium oder über eine FOS/BOS erworben wurde. Frühere Berufsausbildungen finden eventuell Anrechnung beim Notendurchschnitt in der Bewerbung.
Daneben gibt es seit kurzer Zeit die Möglichkeit nach einer Ausbildung (z.B. als PTA) und anschließend mind. 3 Jahren Berufserfahrung das Studium der Pharmazie aufzunehmen.
Die Vergabe der Studienplätze an allen 21 deutschen Unistandorten wird zentral über die Stiftung für Hochschulzulassung geregelt. Bewerbungen direkt an die Universität werden nicht berücksichtigt.
Jede Universität stellt ihre eigenen Kriterien auf. Größtenteils beschränkt sich dies auf die Notwendigkeit einer Nennung der Uni in 1. oder 2. Priorität bei der Bewerbung über die Stiftung für Hochschulzulassung. In manchen Fällen wird auch eine Einladung für ein Auswahlgespräch an die Uni ausgesprochen, bei dem sich die Professoren auch einen Eindruck über den potentiellen Studenten verschaffen könnnen, ob sich dieser im Klaren darüber ist, was ihn in diesem Studiengang erwarten wird. In diesem Zusammenhang spielt womöglich Engagement in der Schule auch eine Rolle. Letztendlich wird aber vor allen untergeordneten Kriterien immer der Notendurchschnitt im Abitur herangezogen, um eine Vorauswahl zu treffen. Der Schnitt des letzten zugelassenen Studenten, der noch an der Universität aufgenommen werden konnte, legt also den NC (Numerus clausus) für diese fest.
In Regensburg ist eine Zulassung im 1. Semester nur zum Wintersemester möglich!
Von der Möglichkeit eines "Park-Studiums" ist abzuraten. Dafür gibt es folgende nachteilige Gründe:
  • die Wartezeit läuft nicht weiter,
  • man nimmt nicht an Lehrveranstaltungen teil, die die Pharmazie über die Chemie hinaus anbietet; diese müssen dann später evtl. unter Zeitverlust nachgeholt werden,
  • man läuft Gefahr, nach den Chemie-Semestern nicht gleich ins Pharmaziestudium überwechseln zu können! Denn das geht wie beim Stau auf der Autobahn: will man die Warteschlange frech auf der Standspur überholen, wird man vielleicht am Kopf des Staus nicht hereingelassen!
Um die Wartezeit zu überbrücken, sollte man sich also am besten im Lernen fit halten und sich gegebenenfalls noch auf Chemie-Leistungskurs-Niveau bringen. Daneben könnte man ein Apothekenpraktikum machen, um herauszufinden, ob Offizin-ApothekerIn die richtige Berufung ist. Ist dies schon abgeklärt, dann könnte man einfach nur so jobben, um sich bereits ein Finanzpolster für das Studium zu schaffen, denn während der Studienzeit bleibt dafür kaum die Möglichkeit!
Weiß man bereits, dass die Wartezeit länger ausfallen wird, könnte man auch die Ausbildung zum/zur PTA anstreben, da man dann schon im Studium einen Beruf hat!

Das Studium an der Uni dauert 8 Semester / 4 Jahre und ist damit recht kurz. Es gliedert sich in das 4-semestrige Grund- und Hauptstudium, was jeweils durch ein Staatsexamen abgeschlossen werden muss. Daraufhin muss noch ein Praktisches Jahr absolviert werden, das erneut mit einem Staatsexamen abschließt.
Die Wintersemester erstrecken sich jeweils von Oktober bis März und die Sommersemester von April bis September. Die Vorlesungszeit im jeweiligen Semester kann über die Uni-Homepage eingesehen werden.
In der Vormittagszeit - von ca. 8 bis 12 Uhr - werden in aller Regel Vorlesungen / Seminare abgehalten, in denen man das theoretische Wissen erlernt. Nach einer kurzen Mittagspause - Ende ca. 12.30 bis 13 Uhr - geht es dann meist weiter ins Labor, in dem dann das Wissen aus der Theorie in die Praxis umgesetzt werden soll. Dort verbringt man dann seine Zeit bis etwa 18 Uhr, woraufhin man sich auf den Heimweg macht, kocht, duscht, entspannt und sich dann gegebenenfalls auf den nächsten Labortag vorbereitet oder den aktuellen Tag nachbereitet (Protokolle schreiben etc.).
Je nach Semester muss man sich darauf einstellen, dass diverse Praktika auch schon vor Beginn der Vorlesungszeit anfangen und man sich so mit der Urlaubsplanung richten muss. Manchmal beginnen die Praktika auch erst zu einem späteren Zeitpunkt im Semester, weil die Theorie noch kurzfristig in Nachmittags-Seminaren angeeignet werden muss.
Generell ist man für Praktika immer automatisch angemeldet. Bei den meisten Praktika müssen allerdings Gruppen gebildet werden, weshalb man sich in Listen etc. eintragen muss. Ohne eigene Anmeldung kommt man in folgende Praktika:
  • Qualitative Analytik (1. Semester)
  • Quantitative Analytik (2. Semester)
  • Histologie (3./4. Semester)
  • Pflanzenbestimmungskurs (4. Semester)
  • Organische Chemie (4. Semester)
  • Arzneistoffanalytik (5. Semester)
  • Arzneimittelanalytik (8. Semester)
Für folgende Praktika ist eine persönliche Anmeldung (meist über Online-Anmeldung oder Listeneintrag) notwendig:
  • Physik (1. Semester), online
  • Instrumentelle Analytik 1 (2. Semester), Liste
  • Pharmazeutische Biologie 1 und 2 (2./3. Semester), Liste
  • Arzneiformenlehre (2./3. Semester), online
  • Pharmaz. und Med. Terminologie VORLESUNG (2. Semester), Liste
  • Instrumentelle Analytik 2 (3. Semester), Liste
  • Mikrobiologie (3. Semester), Liste
  • Physikalische Chemie (3. Semester), Liste
  • Arneimittel-Informationskurs Teil 1 (4. Semester), Liste
  • Physiologie (4. Semester), Liste
  • Biochemie / Pharmazeutische Biologie 3 (6./7. Semester), Liste
  • Pharmazeutische Technologie (6./7. Semester), online
  • Pharmakologisch-Toxikologischer Demonstrationskurs (7. Semester), Liste
  • Arzneimittel-Informationskurs Teil 2 (7./8. Semester), Liste
  • Wahlpflichtpraktikum (ab 6. Semester), Prioritätenliste
Für dieses Praktikum ist in der Regel eine schriftliche Anmeldung auf einer Liste im Physikgebäude links von der Physik-Cafete (für die Gruppeneinteilung) und eine Online-Anmeldung notwendig.
Für diese Vorlesung ist in der Regel eine Anmeldung durch Unterschrift im Sekretariat für Pharmazeutische Technologie gegen Ende des 1. Semesters (nach Aushang!) ausreichend.
Für dieses Praktikum ist in der Regel eine schriftliche Anmeldung auf einer Liste inkl. Gruppenzuordnung am entsprechenden Schwarzen Brett im 2. Stock ausreichend.
Für dieses Praktikum ist in der Regel eine Online-Anmeldung ausreichend. Dabei muss man sich mit dem aktuellen Zugangsschlüssel - wird unter "Aktuelles" angegeben - in G.R.I.P.S. anmelden.
Für dieses Praktikum ist in der Regel eine schriftliche Anmeldung auf einer Liste am Schwarzen Brett für Pharm./Med. Chemie im 1. Stock ausreichend. Dem Praktikum geht noch das Biochemie-Praktikum voraus. Da die Plätze auf 36 Teilnehmer beschränkt sind und meistens die Nachfrage zu groß ist, wird mittels Durchschnittsnote des 1. Staatsexamens und weiteren Kriterien (Ausland, Springer) eine Prioritätenliste erstellt und danach die Plätze vergeben. Der Rest ist nicht automatisch im Praktikum Pharmazeutische Technologie, sondern muss sich selbstständig anmelden.
Für dieses Praktikum ist in der Regel eine Online-Anmeldung ausreichend. Dabei muss man sich mit dem aktuellen Zugangsschlüssel - wird unter "Aktuelles" angegeben - in G.R.I.P.S. anmelden.
Die Pinzette mit spitzem Ende, eine kleine Lupe und eine Präpariernadel können in der Buchhandlung Lehmanns an der Uni erworben werden. Theoretisch ist die Präpariernadel aber überflüssig. Die Rasierklingen können im Drogeriemarkt im 10er-Pack erworben werden. Sollte man keinen gesteigerten Bedarf an Rasierklingen haben, reicht diese Packung auch gut für 2 bis 3 Personen.
In unserer Uni werden die Vorlesungen größtenteils digital zur Verfügung gestellt. Dafür muss man sich in den Kursserver ("K-Laufwerk") mit NDS-Account (z.B. abc12345) und Passwort einloggen. Für Arzneiformenlehre und Pharmazeutische Technologie muss man sich auf der E-Learning-Plattform G.R.I.P.S. ebenfalls mit NDS-Account (z.B. abc12345) und Passwort einloggen, um an die Skripte zu kommen. In Papierform gibt es die Skripte nur noch in Qualitativer Analytik (1. Semester), Quantitativer Analytik (2. Semester), Organische Chemie (3. Semester), Instrumentelle Analytik 2 (3. Semester) und Medizinische Chemie Elz (5.-8. Semester). Diese werden jeweils am Semesterbeginn durch uns oder den Professor selbst ausgeteilt.

Nein. In der Regel hat man im Studium der Pharmazie nichts mit Tierversuchen oder Experimenten direkt am lebenden oder toten Tier zu tun.
Das Studium der Pharmazie ist eines der anspruchsvollsten und aufwändigsten Studiengänge. Neben dem Verständnis sämtlicher naturwissenschaftlicher Vorgänge auf sehr breitem Gebiet muss auch sehr viel auswendig gelernt werden. Wem das nicht liegt, der sollte sich eher auf ein spezielles Gebiet der Naturwissenschaften festlegen.
Während der Vorlesungszeit besteht nur an den Wochenenden die Möglichkeit nach Hause zu fahren, da unter der Woche täglich Vorlesungen und Praktika von morgens bis abends stattfinden.
Nachhilfen sind bei uns eher schwierig zu finden. Wir haben dafür auch leider keine Kontakte. Am besten wendet man sich an Chemiker, Biologen, Physiker oder Mathematiker direkt, je nachdem, auf welchem Gebiet die Schwächen liegen. Ein Blick auf die Schwarzen Bretter kann hier vielleicht weiterhelfen.
Anders als in der Schule ist man an der Uni für sich selbst verantwortlich und kann damit selbst entscheiden, ob man die Vorlesungen besuchen möchte oder lieber selbst lernt. Bei manchen Veranstaltungen (v.a. Seminaren) besteht allerdings Anwesenheitspflicht mit Unterschrift. Außerdem ist es eher weniger gern von den Professoren gesehen, wenn nur wenige Studenten zu den Veranstaltungen kommen.
Für viele Fächer ist es sinnvoll, sich ergänzend ein Buch zuzulegen. Kaufen ist allerdings nicht nötig, da man sich einerseits in der Präsenzbibliothek die Bücher durchlesen kann oder aus der Lehrbuchsammlung für 4 Wochen ausleihen kann. Daneben bieten wir zu jedem Semester am Mittwoch in der 2. Vorlesungswoche die Möglichkeit, gekaufte Bücher auf einem Bücherbasar zu verkaufen oder gebrauchte Bücher von höheren Semestern günstig zu erwerben. Man kann sich die Bücher natürlich auch kaufen; allerdings ist man bei Lehrbüchern für dieses Studium meistens mit 50 bis 100 € dabei.
Der Großteil der Verbrauchsmaterialien wird über Studiengebühren finanziert. Übrig bleibt dann noch ein kleiner Betrag von 10 bis 20 € pro Praktikum. Ansonsten fallen als Kosten für das Studium noch Bücher, Kittel, Schutzbrillen, Zewa und die Lebenshaltung an.
Bei Erkrankung muss man sich ein ärztliches Attest besorgen, aus dem die Art der Erkrankung und der Erkrankungszeitraum hervor geht. Um das Attest beim zuständigen Sekretariat einzureichen, bleibt einem ein Zeitraum von ca. 1 Woche. Versäumt man es, sich ein Attest zu besorgen, wird die Klausur mit 0 Punkten bewertet und man verliert einen Versuch. Insgesamt hat man an der Universität Regensburg pro Klausur 3 Versuche, bevor das Fortsetzen des Pharmazie-Studiums an der Uni untersagt wird.
Man arbeitet im Labor mit unterschiedlich gefährlichen und giftigen Stoffen. Vor jedem Praktikum wird eine Sicherheitsunterweisung mit Anwesenheitspflicht abgehalten. Daneben hat man Zugang zu diversen Gefahrstoffhinweisen und Sicherheitsdatenblättern, die man im Eigenstudium anschauen soll. Grundsätzlich sollte man im Labor immer Handschuhe, Kittel und Schutzbrille tragen, Essen und Getränke vor dem Labor abstellen und möglichst alles im Abzug durchführen, um die Luft so wenig wie möglich zu belasten. Sollte etwas über die Handschuhe laufen, sofort Handschuhe ausziehen und Hände waschen. Man sollte im Labor einfach mit dem nötigen Respekt, aber nicht mit Angst arbeiten.
Für alle, die nicht in der Umgebung von Regensburg wohnen oder nicht pendeln möchten, gibt es folgende Möglichkeiten:
  • Wohnheim
  • Für einen Platz im Studentenwohnheim müsst ihr rechtzeitig einen Antrag beim Studentenwerk ausfüllen. Anmeldeschluss fürs Wintersemester ist spätestens der 1. Juli. Sollte dieser Zeitpunkt schon vorübergegangen sein, dann könnt ihr gleich bei den anderen Möglichkeiten weiterlesen... die Zulassungsbescheide der Stiftung für Hochschulzulassung kommen normalerweise Mitte August und Ende September - zu spät also, um hier noch reagieren zu können und in die Frist zu fallen. Bewerbt euch folglich schon "auf Verdacht" für einen Studentenwohnheimplatz. Falls ihr den Platz dann doch nicht braucht, wird sich einer der zahlreichen Nachrücker auf der Warteliste darüber freuen.

  • eigene Wohnung
  • Wer dann doch das etwas anonymere Leben bevorzugt, der liegt mit der klassischen Variante einer eigenen Wohnung ganz gut. Angebote dazu findet ihr in der Mittelbayerischen Zeitung in der Mittwochs- und Samstagsausgabe, im Wochenblatt (immer Donnerstag im Briefkasten), an zahlreichen Schwarzen Brettern - besonders bei PT - der Uni (bei Chemie/Pharmazie orange), beim Studentenwerk (online oder im Studentenhaus-Gebäude am Zentralcampus) oder einfach bei Immobiliensites (z.B. immowelt.de oder immobilienscout24.de).

  • WG
  • Wem das alleine leben zu trist, einsam, teuer oder langweilig ist, der sollte sich auf die Suche nach einer WG in Regensburg machen. Damit erreicht man sogar noch den Vorteil für ziemlich niedrige Mietpreise in bester Altstadtlage zu wohnen. So kann man abends getrost auch von der Disco oder der Kneipe heim laufen und hat dennoch für die Uni sehr gute Busverbindungen. Fündig werden könnt ihr ebenfalls an Schwarzen Brettern in der Uni oder meistens einfacher und besser über die Sites wg-gesucht.de oder studenten-wg.de.

Wir vermitteln Wohnungen von Studenten zur Zwischenmiete. Eine Mail an uns reicht.
Generell bleibt dafür während der Vorlesungszeit kaum die Gelegenheit, da man von Früh bis Spät die Zeit in der Uni verbringt und u.U. noch Protokolle schreiben, Praktika vorbereiten oder auf Klausuren lernen muss. An den Wochenenden wäre theoretisch Zeit dafür, aber eigentlich ist man an diesen 2 Tagen in der Woche froh, wenn man sich mal etwas erholen und ausschlafen kann. Ist man also dringend auf eine Geldquelle durch Arbeit angewiesen, sollte man es sich vorher gut überlegen, ob man wirklich dieses Studium angehen möchte.
Für BAföG muss man sich vom Studentenwerk einen Antrag besorgen und ihn mit allen geforderten Nachweisen abgeben. Auf der Website findet man auch weiterführende Infos und einen Online-Antrag, den man ausgedruckt abgeben kann.
Allen, die darüber nachdenken, ist stark abzuraten. Allein der zeitliche Aufwand im Studium und die Anwesenheitspflicht bei den Praktika macht es nahezu unmöglich, sich noch nebenher um ein Kind zu kümmern. Bei Praktika ist es schon kaum möglich, mehr als einen Tag durch Krankheit zu fehlen, da der Stoffplan sehr straff ist. Andernfalls muss das Praktikum wiederholt werden. Da man dann auch nicht die Erlaubnis für die Teilnahme an der Klausur erhält, verzögert sich das Studium in ungeahntem Ausmaß.
Kommt es erst während dem Studium zu diesem Fall, müsste man überlegen, ob man mit den vorhandenen Institutionen Kinderkrippe und Kindergarten sowie Hilfe von Freunden etc. das Studium fortsetzen kann oder eine Pause erforderlich ist. Daneben spielt auch der finanzielle Faktor eine große Rolle, da nebenher arbeiten auch ohne Kind schon kaum umsetzbar ist.
Während des Studiums bleibt nicht so viel Zeit, wie man es sich vorher so schön ausgemalt hat und es auch in der Öffentlichkeit über das Studentenleben heißt. Dennoch gibt es Zeiten, in denen man sich auch mal um sich und seine Bedürfnisse kümmern kann. Wer es schafft, kann nebenher noch Kurse für eine Studienbegleitende IT-Ausbildung oder Sprachkurse belegen. Daneben gibt es noch Theater, Chor oder Uni-Sport. Eine kleine Aufstellung dazu findet ihr hier.
Nach Abschluss der Ausbildung finden die meisten Apotheker einen Arbeitsplatz in der öffentlichen Apotheke als Angestellte oder sie machen sich selbständig. Der Apothekerberuf ist deshalb für Frauen so attraktiv, weil Teilzeitarbeit und längeres Aussetzen möglich sind. Unter der Voraussetzung, dass man örtlich flexibel ist, sind die Berufsaussichten im Allgemeinen gut, nur in Ballungsgebieten muss, auch im Hinblick auf steigende Studentenzahlen, mit einer Stellenverknappung gerechnet werden. Als Berufsfelder bieten sich an:
  • Apotheke
    • Öffentliche Apotheke
    • Im Bundesgebiet gibt es z.Zt. ca. 40.000 Pharmazeuten, die in 21.300 Apotheken tätig sind, davon 53% Frauen, in öffentlichen Apotheken als Inhaber (88%) oder Pächter (12%). In der Bundesrepublik herrscht Niederlassungsfreiheit, d.h. wer approbiert ist, einige andere persönliche Voraussetzungen erfüllt und die erforderlichen Räume nachweisen kann, erhält auf Antrag die behördliche Erlaubnis, eine Apotheke zu betreiben. Die öffentliche Apotheke bietet den Angestellten ideale Voraussetzungen für Teilzeitarbeit und den Wiedereinstieg nach längerem Pausieren. Die ApothekerInnen sind im Wesentlichen mit der Abgabe, Prüfung, Lagerung und Beschaffung von Arzneimitteln und Beratung der Patienten befasst. Die Herstellung von Arzneimitteln in der Apotheke ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. In der Bundesrepublik werden nur noch etwa 5% aller abgegebenen Arzneimittel in der Apotheke hergestellt.
      Zu den pharmazeutischen Aufgaben kommen noch die kaufmännischen hinzu, wobei wegen des besonderen Charakters der Ware "Arzneimittel" der Betriebsführung viel engere Fesseln angelegt sind als dem sonstigen Handel. In diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass die Welle der Apothekenneugründungen im Wesentlichen zu Ende ist. Daher ist der Aufbau einer neuen Apotheke nicht nur mit erheblichen finanziellen Risiken und Belastungen verbunden, sondern auch mit den Schwierigkeiten, sich in einem gut besetzten Markt zu behaupten.

    • Krankenhausapotheke
    • Hier geht es um die Arzneimittelversorgung nicht des allgemeinen Publikums, sondern um die Versorgung der Patienten des Krankenhauses im großen Maßstab. Ein leitender Krankenhausapotheker hat eine den leitenden Abteilungsärzten gleichwertige Dienststellung. Er ist verantwortlich für die Arzneimittelsicherheit, die Arzneimittelinformation und -dokumentation, aber auch die kostenbewusste Steuerung der Arzneimittelausgaben. Die eigene Herstellung von Arzneimitteln nimmt einen großen Raum ein. In enger Zusammenarbeit mit den Fachärzten werden spezielle Präparate hergestellt, die von der Pharmaindustrie nicht oder nicht so preiswert angeboten werden. Hinzu kommt die Beratung der Ärzte bei der Auswahl und beim Einsatz von Fertigarzneimitteln, die umfangreiches pharmazeutisches und pharmakologisches Wissen erfordert. Seit neuestem gibt es die Fortbildung zum Krankenhausapotheker. Wegen erhöhter fachlicher Anforderungen wird eine Promotion erwartet.
      Eine Informationsbroschüre "Arzneimittel und Apotheker im Krankenhaus" ist kostenlos bei der ADKA-Serviceabteilung, Nicole de Dycker, In der Kümp 6, 51465 Bergisch Gladbach, Fax 02202-24 59 59, erhältlich.

  • Pharmazeutische Industrie
  • Etwa 6% der Apotheker finden in der pharmazeutischen und chemischen Industrie einen Arbeitsplatz. Dazu ist in der Regel eine Promotion passender Fachrichtung erforderlich, möglichst an einem Institut, das bei der Industrie "einen guten Ruf" hat. Bevorzugte Arbeitsgebiete sind die Tätigkeit als Herstellungs- und Kontrollleiter, wozu die staatliche Approbation eine geeignete Voraussetzung ist. Aber auch andere Arbeitsgebiete stehen allgemein dem Apotheker offen, z.B. in der Analytik und Qualitätskontrolle. Auch der Bereich Arzneimittelzulassung und Arzneimittelinformation sind mögliche Tätigkeitsgebiete, Pharmazeutische Forschung dagegen weniger. Hohe Belastbarkeit, örtliche Flexibilität und gute Fremdsprachenkenntnisse werden dabei stets verlangt.
    Eine Informationsbroschüre "Apotheker in der Pharmazeutischen Industrie" gibt es kostenlos beim Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V., z.Hd. Ap. Wilhelm Hollenhorst, Johanna-Kinkel-Str. 2-4, 53175 Bonn, Fax 0228-8 19 99 48.

  • Prüfungsinstitutionen
  • Prüfung von Arzneimitteln muss nicht vom Apotheker in seiner Apotheke selbst durchgeführt werden, sondern kann auch an Institutionen der deutschen Apothekerkammern übertragen werden. Auch diese sind Arbeitsgebiete für Apotheker, z.B. das Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker (ZL) und das Deutsche Arzneimittelprüfungsinstitut (DAPI).
    Eine Informationsbroschüre zur pharmazeutischen Tätigkeit außerhalb der Apotheke gibt es bei der Fachgruppe Apotheker in Wissenschaft, Industrie und Verwaltung (WIV-Apotheker), Dr. Ursula Vierkotten, c/o Merck KGaA, 64271 Darmstadt, Fax 06151-72 68 03.

  • Bundeswehr
  • In der Bundeswehr ist der Sanitätsoffizier vor allem mit praktischer und wissenschaftlicher Thematik sowie mit Lebensmittelchemie und Sanitätsmaterialwirtschaft beschäftigt. Frauen haben die gleichen Chancen wie Männer. Das Merkblatt "Laufbahn der Sanitätsoffiziere" ist beim Referat P V 6 beim Bundesministerium der Verteidigung, Postfach 13 28, 53003 Bonn erhältlich.

  • Schulen
  • Wer Lust auf Ausbildung und Unterricht und pädagogische Fähigkeiten hat, könnte in einer PTA-Schule arbeiten. Haben die Apothekerkammer nicht die Weiterbildung von Apothekern auf dem Gebiet Theoretische und Praktische Ausbildung geregelt, bietet der Bundesverband der Apotheker im Öffentlichen Dienst (BApÖD) eine Fachausbildung an. Information bei BApÖD, Postfach 20 02 45, 47422 Moers gegen Rückporto.

  • Fachverlage
  • Das Vermitteln von Wissenschaft für die Öffentlichkeit ist das Metier des Wissenschaftsjournalismus. Im Zeitalter rasch zunehmender Komplexität (z.B. in der Gentechnik) sind die Wissenschaftsjournalisten besonders wichtig. Sie arbeiten nicht nur fest angestellt in den Redaktionen, sondern auch als freie Mitarbeiter. Diese müssen aus anderen Quellen ihren Lebensunterhalt bestreiten und können nur ein unregelmäßiges, eher geringer, schwankendes Einkommen erwarten. Dafür teilen sie ihre Zeit frei ein, was gut mit dem Familienleben vereinbar ist. Besuche und Berichte von Kongressen, Pressekonferenzen sind mögliche Arbeiten, aber auch zusammenfassende, verständlich gemachte Wissenschaftspublikationen meist englischer Fachliteratur. Die Fähigkeit, Komplexes verständlich wiederzugeben wird besonders gefragt.

  • Öffentlicher Dienst
  • Vereinzelt finden Apotheker einen Arbeitsplatz bei Behörden des Bundes und der Länder, wie in Regierungspräsidien, Ministerien oder Untersuchungsämtern. Dort führen sie die Aufsicht über öffentliche Apotheken und sind verwaltend oder als Gutachter tätig. Für die Beschäftigung in einem Untersuchungsamt ist die zusätzliche Ausbildung zum Lebensmittelchemiker und/oder eine Promotion erforderlich.
    Gelegentlich beschäftigen auch Krankenkassen oder deren Organisationen Apotheker, um die Wirtschaftlichkeit der Arzneimittelabgabe zu überprüfen. Literatur: Michael Schmidt, Michael von Domarus (Hrsg.), Pharmazie im öffentlichen Dienst, Deutscher Apotheker Verlag 1994

  • Schulen und Hochschulen
  • Kommunen und Gebietskörperschaften unterhalten schulische Einrichtungen, an denen pharmazeutisches Personal ausgebildet wird. Zum Unterricht in den speziellen pharmazeutischen Fächern werden ebenfalls Apotheker benötigt. Dazu können diese eine zusätzliche zweijährige pädagogische Ausbildung durchlaufen, die mit einem staatlichen Examen abschließt und ihnen die Laufbahn des Studienrats eröffnet. Wer sich für die wissenschaftliche Tätigkeit an einer Hochschule interessiert, braucht einen ausgeprägten Leistungswillen und großes Durchhaltevermögen, da in der Hochschule die meisten Stellen nur auf Zeit vergeben werden. Gute Chancen eröffnen sich dort derzeit für Frauen, da in den meisten Bundesländern eine zahlenmäßige Gleichstellung der Frauen angestrebt wird.

  • Weiterbildung
  • Fortbildung meint, das Wissen der laufenden Entwicklung anzupassen. Das ist für eine(n) AkademikerIn selbstverständlich.
    Weiterbildung bedeutet, Spezialkenntnisse zu erlangen, ähnlich dem Facharzt. Weiterbildung geschieht neben der normalen beruflichen Tätigkeit an anerkannten Weiterbildungsstätten. Sie dauern meist 3 Jahre und wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Danach ist man FachapothekerIn für eine der folgenden Gebiete:

    • Offizin-Pharmazie
    • Klinische Pharmazie
    • Pharmazeutische Analytik
    • Pharmazeutische Technologie
    • Arzneimittelinformation

    Nicht von allen Apothekerkammern angeboten werden diese Gebiete:

    • Toxikologie und Ökologie
    • Klinische Chemie
    • Theoretische und Praktische Ausbildung
    • Öffentliches Gesundheitwesen

    Fachapotheker können durch die ein- oder zweijährige Weiterbildung in einem der Bereiche

    • Ernährungsberatung
    • Gesundheitsberatung
    • Gesundheitserziehung

    und nicht überall angeboten im Bereich

    • Lehrtätigkeit
    • Pflegeversorgung

    eine Zusatzbezeichnung erwerben. Die Weiterbildung ist durch die gleichnamige Ordnung der Apothekerkammer gesetzlich geregelt.

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