Petrus Abaelardus
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1079

In Le Pallet (bei Nantes in der Bretagne) geboren.

  • ältester Sohn des Ritters Berengar und dessen Frau Luzia.
  • Ob Berengar der Familienname oder der geistliche Ordensname (im Alter entschied sich Berengar "für den monastischen Stand") Abaelards Vater war bleibt unklar [vgl. Clanchy, 2000, 184].
  • Wahrscheinlich hatte Abaelard drei jüngere Brüder [vgl. Clanchy, 2000, 185], Dagobert, Porcarius und Radulphus, und wahrscheinlich eine Schwester [vgl. Ernst, Petrus Abaelardus (2003), 19].
  • In seiner "Historia Calamitatum" schreibt Abaelard nur, wo er geboren wurde, aber nicht wann [Clanchy, 2000, 40].
  • Sein Vater stammte wahrscheinlich aus Poitou [vgl. Clanchy, 2000, 80].
  • 'Abaelard' könnte ein Spitzname gewesen sein, ein Künstlername wie der einiger Troubadoure [vgl. Clanchy, 2000, 178].
  • "Abaelard" von ihm selbst als fünfsilbiges Wort benutzt; "ae" als zwei Vokale zu lesen (wie Israel) [Mews (1986), 129 n.1].

1093

Anselm vertreibt Roscelin aus England [vgl. Clanchy, 2000, 371].

ca. 1095 - 1102

Studium der Logik bei Roscelinus in Loches.

  • 1092 Prozess wegen Häresie auf der Synode von Soissons [vgl. Clanchy, 2000, 44].
  • Roscelinus war Vertreter des Nominalismus [vgl. Ernst, Petrus Abaelardus (2003), 19].

Danach Studium der Logik bei Wilhelm von Champeaux (Guillelmus Campellensis) in Paris.

  • Archidiakon von Notre-Dame und Vertrauter von König Philipp I.
  • W. vertritt extrem realistische Position in der Universalienfrage [vgl. Ernst, Petrus Abaelardus (2003), 19].

1096

Hildebert von Lavardin wird Bischof von Le Mans und Marbod Bischof der Diözese von Rennes [vgl. Clanchy, 2000, 83].

1098

Anselm von Canterbury widmet seine Widerlegung von Roscelin Papst Urban II [vgl. Clanchy, 2000, 44].

  • Anselm warf Roscelin vor, dem Verstand in anmaßender Weise den Vorrang vor dem Glauben einzuräumen [vgl. Clanchy, 2000, 60].
  • In seiner "Historia Calamitatum" erwähnt Abaelard Roscelin anfangs mit keinem Wort [vgl. Clanchy, 2000, 108].

Anfang 1100

Abaelard begibt sich mit dem königlichen Hof nach Melun und an andere Orte [vgl. Clanchy, 2000, 177].

ca. 1102

Gründung einer eigenen Schule in Melun.

  • A. ist zwischen 22 und 23 Jahre alt.

ca.1105

Abaelard verlegt seine Schule nach Corbeil.

  • A. ist daneben noch Hörer unbekannter Lehrer in seiner Herkunftsregion.

1105

Stephan von Garlanda, Archidiakon der Pariser Diözese und Unterstützer von Abaelard, wird königlicher Kanzler [vgl. Clanchy (2000), 101].

ca. 1105 - 1108

Rückzug in die Bretagne.

  • Abaelard ist "'erschöpft vom Studieren'" [Clanchy (2000), 44].
  • Möglicherweise auch erkrankt.

1108

Rückkehr nach Paris und Eröffnung einer Schule auf dem Mont Ste-Geneviève in Paris

  • ungefähr an der Stelle, an der später die Sorbonne gegründet wird [vgl. Ernst, Petrus Abaelardus (2003), 21]).

Daneben Hörer bei Wilhelm von Champeaux, der Notre Dame verlassen hat und jetzt Regularkleriker im Kloster St. Viktor ist.

  • Abaelard disputiert mit Wilhelm über das Universalienproblem; Wilhelm muß seine These modifizieren.

21. April 1109

Tod Anselms von Canterbury.

ca. 1112

Abaelard wird von Goswin in seiner eigenen Schule auf dem Mont-Sainte-Geneviève herausgefordert [vgl. Clanchy (2000), 44].

1113

Kurzer Aufenthalt in der Bretagne

  • um bei der Aufnahme seiner Mutter in ein Kloster zugegen zu sein.

Dann Student der Theologie bei Anselm von Laon in Laon.

  • Anselms Wirken in Laon erstreckte sich über einen Zeitraum von 30-40 Jahren, in denen er viele Äbte und Bischöfe der Bistümer Frankreichs, des Rheinlandes, in Italien und England unterrichtete hatte. 1113 befand er sich auf dem Gipfel seiner Macht. Im Jahr zuvor überlebte er einen Aufstand der Stadtbevölkerung gegen den Klerus, dem Bischof Gaudry zum Opfer gefallen war. Neuer Bischof wurde Hugo, Dekan von Orléans, der Anfang 1113 verstarb. Evtl. ging Abaelard als Stephan von Garlandas Spitzel nach Laon, zur Stärkung des königlichen Einflusses nach der Ermordung Gaudrys und dem plötzlichen Ableben des von Stephan geförderten Bischofs Hugo.[vgl. Clanchy, 2000, 103ff.].
  • Vorlesungen über das Buch Ezechiel.
  • Diskussion mit Mitstudenten; berühmte Probe seines Könnens.

Wilhelm wird Bischof von Châlons-sur-Marne.

ca. 1114 - 1116

Lehrtätigkeit an an der Domschule von Notre Dame in Paris.

  • Logik und Theologie.
  • Zeit seines Lebens ist Abaelard davon überzeugt, dass jeder Christ Logiker sein muss [vgl. Clanchy, 2000, 62f.].

1115

Der Kanoniker Norbert von Xanten verzichtet auf seine Pfründe und wird Wanderprediger [vgl. Clanchy, 2000, 274].

1115 / 1116

Petrus Venerabilis wird Prior von Vézelay [vgl. Clanchy, 2000, 213].

1116

Abaelards Förderer Gilbert, Archidiakon und Kanzler, wird zum Bischof von Paris ernannt [vgl. Clanchy, 2000, 106].

ca. 1117

Rupert von Deutz fordert Anselm von Laon und Wilhelm von Champeaux zu einer Disputation heraus [vgl. Clanchy, 2000, 44].

ca. 1117

Beginn der Afäre mit Héloise [vgl. Clanchy, 2000, 164].

  • A. wohnt im Hause ihres Vaters Fulberts, Kanoniker von Notre-Dame.

Zur Person der Héloise:

  • Geboren ca. 1090 [vgl. Clanchy, 2000, 229].
  • Héloises Mutter heißt Hersindis, über ihren Vater ist nichts bekannt. Evtl. sterben beide in ihrer Kindheit.
  • Wächst im Kloster von Argnteuil (heutiger Vorort von Paris) auf [vgl. Clanchy, 2000, 29].
  • Gewisse Indizien deuten darauf hin, dass Fulbert zur mächtigen Adelsfamilie Montmorency gehörte [vgl. Clanchy, 2000, 244].

1117

Entführung von Héloise in das Haus seiner Familie nach Le Pallet.

Geburt des Sohnes Astrolabius.

Zur Person des Astrolabius:

  • Wird Kanoniker, obwohl er als Kind eines Geistlichen von kirchlichen Ämtern ausgeschlossen wäre [vgl. Clanchy, 2000, 254f.].

ca. 1118

Geheime Heirat mit Héloise in Gegenwart von Fulbert und anderen Trauzeugen in Paris.

  • Als Fulbert die Heirat öffentlich verkündet, verneint Héloise diese.
  • Um sie vor ihrem Onkel zu schützen, sendet sie Abaelard als Nonne getarnt in das Kloster von Argenteuil.
  • Als Reaktion auf die Flucht Héloises ins Kloster, unter der Annahme A. habe H. gezwungen Nonne zu werden, arrangiert Fulbert eine Racheaktion an A.

Kastration Abaelards durch Leute aus Fulberts Verwandtschaft.

Reaktion der Behörden:

  • Fulbert wurde vom Bischof von Paris und den Kanonikern von Notre-Dame aus Amt und Würden entlassen und all sein Hab und Gut wurde konfisziert, obwohl er beteuerte, die Kastration nicht veranlasst zu haben [vgl. Clanchy, 2000, 260].
  • Als Vergeltung wurden zwei Täter kastriert und geblendet [vgl. Clanchy, 2000, 190].

nicht datiert

 

 

1119

Eintritt in das Kloster von St. Denis.

  • Kurz nach dem Eintritt in den Orden in Saint-Denis empfängt A. die Priesterweihe [Gilson (1955) 66].
  • Abaelard versichert, dass er von der Fleischeslust geheilt und sein Hochmut sich in Demut behandelt habe. Dies ermögliche es ihm, seine "Leidensgeschichte" mit "Dein Wille geschehe" zu beenden. [vgl. Clanchy, 2000, 168].
  • Er verlangt von Héloise, dass sie in Argenteuil den Schleier anlege. [vgl. Clanchy, 2000, 164]

nach 1119

Wiederaufnahme seiner Lehrtätigkeit in einer Zelle der Abtei St.-Denis.

 

ca. 1120

Beschwerde Abaelards über Roscelin bei Gilbert, Bischof von Paris [vgl. Clanchy, 2000, 266].

  • Abaelard verteidigt Robert von Arbrissel (Einsiedlerprediger bretonischer Herkunft und ehemals Magister, der Frauen für seine Sache gewann und über keinen festen Wohnsitz verfügt, weswegen er als umstritten galt) gegen Roscelin als "außergewöhnlichen Verkündiger Christi" [vgl. Clanchy, 2000,  304].

1120

Stephan von Garlanda wird Seneschall (höchster königlicher Verwalter und Befehlshaber des königlichen Heeres) [vgl. Clanchy, 2000, 191].

1121

Der Kanoniker Norbert von Xanten ruft eine Kommunität eremitischer Prediger ins Leben (ursprünglich aus Männern und Frauen bestehend), die auf einem vom Bischof von Laon geschenkten Grundstück bei Laon (ca. 130 km nördlich vom Kloster des Parakleten) angesiedelt ist [vgl. Clanchy (2000), 273].

ca. 1121

Beleidigung des heiligen Dionysius, Anklage wegen Landesverrates und Flucht vor dem königlichen Zorn zum Grafen Thibaud von der Champagne nach Provins [vgl. Clanchy (2000), 266 u. 177].

1121

Verurteilung durch das Konzil von Soissons. Abaelards Ankläger Alberich und Lotulf waren ehemalige Kollegen Abaelards an der Schule von Laon [vgl. Clanchy (2000), 369].

1121/22

Synode von Soissons: Verurteilung der Theologia 'Summi boni'.

Hausarrest in der Abtei von St.-Médard in Soissons, im klösterlichen Gewahrsam des Priors Goswin.

Nur kurzer Aufenthalt, der päpstliche Legat und Prozessbeobachter in Soissons lässt ihn in sein eigenes Kloster von St.-Denis bringen. [vgl. Clanchy (2000), 296]

1121 oder 1122

Versöhnlicher Brief Abaelards an Abt Adam und die Mönche von St.-Denis [vgl. Clanchy, 2000, S. 298f].

ca. 1122

Gründung einer dem Parakleten geweihten Einsiedelei in der Nähe von Troyes [vgl. Clanchy, 2000, S. 266]. Héloise suchte die Einsiedelei nicht vor 1129 auf [vgl. Clanchy, 2000, S. 306]. Der Kirchenvater Origenes, den Abaelard als den größten christlichen Philosophen bewunderte, definierte den Parakleten als 'Tröster' [vgl. Clanchy, 2000, S. 310].

1122

Beilegung des Streites mit der Abtei von St.-Denis, wobei ihm Stephan behilflich war und beitrug zur Gutheißung durch den König und den Rat des Hofes [vgl. Clanchy, 2000, S. 191].

1122

Tod von Wilhelm von Champeaux.

19. Febr. 1122

Tod von Abt Adam [vgl. Clanchy, 2000, S. 299].

12. März 1122

Suger wird Abt von St. Denis als Adams Nachfolger. Treffen mit Abaelard. [vgl. Clanchy, 2000, S. 303]

1122

A. baut ein Oratorium in der Nähe von Quincay, am Ufer des Ardusson, dem Paraklet geweiht.

1122-27

Aufenthalt im Paraklet. Von den Studenten Abaelards ist nur Hilarius von Orléans (Hilarius der Engländer) genauer bekannt [vgl. Clanchy (2000), 307].

ca. 1123

Eröffnung einer Schule (Paraclete) in Quincey nahe Nogent-sur-Seine.

1124

Fulbert wird das letzte Mal in den Akten von Notre-Dame erwähnt [vgl. Clanchy, 2000, S. 242].

ca. 1125

A. verlässt seine eigene Stiftung des Parakleten und enttäuscht seine Schutzherren Thibaud und Hatto, dem Bischof von Troyes [vgl. Clanchy, 2000, S. 270]. Rückkehr in die Bretagne.

1126/27 - 1133

Abt von St.-Gildas-de Rhuys in der Diözese von Vannes an der Atlantikküste der Bretagne. A. beginnt, seine "Historia Calamitatum" zu schreiben [vgl. Clanchy, 2000, S. 285].

nach dem 3. August 1127

Stephan wird aus dem Amt als Kanzler und Seneschall von Frankreich entlassen von Suger.

15. März 1128 (evtl. 1129)

Abaelard wird zum ersten Mal als Abt von St.-Gildas in einer Urkunde erwähnt [vgl. Clanchy, 2000, S. 309].

März 1128 bzw. 1129

Abaelard befindet sich als Abt von St.-Gildas in Nantes Gesellschaft von Graf Conan III. (u.a. Herzog der Bretagne) und mehreren Bischöfen, z.B. dem lateinischen Dichter Hildebert von Lavardin, Erzbischof von Tours [vgl. Clanchy, 2000, S. 316].

1129

Abt Suger von St. Denis erlangt die Besitzrechte des Konvents von Argenteuil [vgl. Clanchy, 2000, S. 318]. Vertreibung von Héloise und ihren Nonnen aus dem Kloster von Argeneuil durch Suger von St.-Denis wegen offenkundiger Sittenlosigkeit. Rückkehr Abaelards in die Champagne. A. übergibt den Nonnen seine Einsiedelei zum Parakleten, die in der Nähe von Bernhards Zisterzienserabtei von Clairvaux lag [vgl. Clanchy, 2000, S. 266 u. 203]. Héloise wird Äbtissin des Klosters [vgl. Clanchy, 2000, S. 208].

1130

Päpstliches Schisma: Doppelwahl von Innozenz II. und Anaklet II.

nach 1130

Abaelard sendet Héloise (speziell für das Kloster der Parakleten verfasst) Briefe, Gebete, geistliche Hymnen, Predigten, eine Abnhandlung über die Herkunft der Nonnen, exegetische Lösungsvorschläge für schwierige Bibelstellen, einen Diskurs im Sinne einer Glaubensregel für ihr Kloster und zuletzt das Bernhard verweigerte Glaubensbekenntnis [vgl. Clanchy, 2000, S. 27f]. Die Briefe von Héloise und Abaelard existieren nur noch in Abschriften in etwa auf das Jahr 1280 datierbaren Handschriften [vgl. Clanchy, 2000, S. 32]. Abaelards Liebeslieder für Héloise waren vermutlich in Latein oder einer Mischung aus Latein und Französisch verfasst. Unter den anonymen Lieder der 'Carmina Burana' könnten sich auch einige von Abaelard befinden. [vgl. Clanchy, 2000, S. 179f.] Für Héloise und ihre Nonnen schrieb er etwa 70000 Wörter und durch das Verfassen vieler Texte für das Kloster der Parakleten wurde er "zum größten Produzenten von frommer Erbauungsliteratur für Nonnen im 12. Jh." [Clanchy, 2000, S. 204]. Zwei Hymnen Abaelards für die Nonnen preisen den heiligen Dionysius, den die Nonnen insbesondere verehrten [vgl. Clanchy, 2000, S. 311]. Von der Veröffentlichung der Briefe Abaelards und Héloises gibt es vor der Übersetzung ins Französische durch Jean de Meun 1270 keine Beweise [vgtl. Clanchy, 2000, S. 207].

Zwischen 1130 und 1140

Magister Hugo von St.-Victor ist wegen seiner großen Beliebtheit bei den Studenten Abaelards großer Rivale in Paris [vgl. Clanchy, 2000, S. 52].

14. Febr. 1130

Doppelwahl der Päpste.

20. Jan. 1131

Treffen Abaelards mit Papst Innozenz II. und Bernhard von Clairvaux in Morigny, als der Papst, begleitet von 11 Kardinälen und vielen Prälaten der Umgebung, einen Altar in der Abteikirche des Benediktinerklosters von Morigny weiht. Abaelards Anwesenheit ist in der Chronik des Klosters bezeugt [vgl. Clanchy, 2000, S. 266f.].

28. Nov. 1131

Héloise, ihre Nonnen und die Schenkungen an das Kloster des Parakleten werden von Innozenz II. in einer Bulle unter den Schutz des Apostolischen Stuhlsgenommen [vgl. Clanchy, 2000, S. 266f.].

ca. 1132

Um die Mönche von St.-Gildas zu disziplinieren, begibt sich ein päpstlicher Legat (evtl. Gottfried, Bischof von Chartres) in die Bretagne [vgl. Clanchy, 2000, S. 266].

Ende 1132

Stephan wird erneut Kanzler.

ca. 1133

Erneuter Versuch der Mönche, Abaelard zu töten. Rückkehr von der Abtei St.-Gildas nach Paris als magister am Mont-Sainte-Geneviève, geschützt von deren Dekan Stephan von Garlanda [vgl. Clanchy, 2000, S. 266 u. 194].

1135

Johannes von Salesbury datiert seine Ankunft in Paris, als er mit Abaelard zusammen in Paris zu studieren begann auf den Zeitpunkt des Todes von Heinrich I. von England (1135) [vgl. Clanchy, 2000, S. 45].

1136 - 1141

Nach Jahren ohne Zeugnis: erneut Lehrer für Dialektik in Paris (Mont Ste. Geneviève). Lehrer von Johannes von Salisbury in Logik.

1137

Tod von Ludwig VI. (1. August 1137). Stephan von Garlanda wird aus dem Kanzleramt entlassen, womit Abaelard ohne Protektion ist. [vgl. Clanchy, 2000, S. 405]

1139

Bernhard lässt Petrus' Kandidaten aus Cluny für das Bischofsamt von Langres scheitern [vgl. Clanchy, 2000, S. 213].

ca. 1139

In der Kirche von St.-Hilarius auf dem Mont-Sainte-Geneviève schloss Arnold von Brescia sich Abaelard als Magister an [vgl. Clanchy, 2000, S. 266].

1140

Tod Stephan von Garlandas.

vermutlich März 1140

Wilhelm von St--Thierry beklagt sich bei Bernhard über häretische Auffassungen Abaelards. Bernhard reagiert zunächst sehr vorsichtig und zurückhaltend. [vgl. Clanchy, 2000, S. 398].

nicht datiert

Bernhard trifft sich zunächst privat mit Abaelard und ermahnt ihn dann in Gegenwart von Zeugen freundlich und formlos, so der Erzbischof von Sens Heinrich, zur Korrektur seiner Bücher . [vgl. Clanchy, 2000, S. 399]

1140

Anklage wegen Häresie auf dem Konzil von Sens durch Bernhard von Clairvaux. Gegen den optimistischen Glauben Abaelards an die Verununft argumentierte Bernhard, dass der Versuch, die Vernunft durch die Verununft zu transzendieren, der Vernunft widerspreche und die Weigerung, an das nicht durch Vernunft zu erfassende zu glauben, dem Glauben widerspreche. Abaelard weist Bernhards Vorwürfe als abwegige Unterstellungen zurück, die entweder aus Unwissenheit oder Böswilligkeit resultieren. [vgl. Clanchy, 2000, S. 22ff.] Abaelards Vorliebe für den Satz des Widerspruchs sieht Berhard als Ausdruck seiner gespaltenen Persönlichkeit: "Homo sibi dissimilis est" [Clanchy, 2000, S. 37]. Ein weiterer Anklagepunkt war die angebliche Identifizierung des Heiligen Geistes mit der platonischen Weltseele (in der 'Dialectica' und der 'Theologia') [vgl. Clanchy, 2000, S. 161]. Verurteilung durch das Konzil von Sens. Auf die Zeit des Konzils von Sens fällt auch der letzte Brief Abaelards an Héloise [vgl. Clanchy, 2000, S. 227]. Herkömmlich wurde das Datum der Synode und die Verurteilung auf den 2./3. Juni 1140 datiert. Stothmann vertritt dagegen die Auffassung, dass Konzil sei bereits 1138 abgehalten und Abaelard am 21. Juni 1138 vom Papst in einem ersten Schreiben verurteilt worden, die endgültige durch den Papst erfolgte dann erst am 16. Juli 1140. Mews weist dagegen nach, dass das Konzile am 25./26. Mai stattgefunden habe und Innonzenz II. die Verurteilung am 16. Juli 1141 ausstellte. [vgl. Ernst, Petrus Abaelardus (2003), S. 27f.]

 

1140

Offizielle Verbrennung von Abaelards "Theologia" in einem feierlichen Akt in St. Peter in Rom [vgl. Clanchy, 2000, S. 24]. Bernhards Sekretär Gottfried von Auxerre berichtet von "der Zeremonie eines 'öffentlichen Scheiterhaufens'" [Clanchy, 2000, S. 49].

1140

Abaelard appelliert an den Papst. Papst Innozenz II. verurteilt ihn als Häretiker zu lebenslangem Schweigen und Kerker [vgl. Clanchy, 2000, S. 266]. Die Briefe mit dem Verdammungsurteil Innozenz II. sind auf den 16. Juli (1140 oder 1141) datiert [vgl. Clanchy, 2000], S. 402].

1140

Thierry von Chartres vertritt im Tractatus de sex dierum operibus [Häring (1971), 24] noch eine Meinung (Weltseele = Hl. Geist), die 1140 in Sens verurteilt worden ist [Häring (1971), 47]; Abaelard und Wilhelm von Conches gaben diese Meinung auf. Abt Petrus Venerabilis (wegen seiner Oberaufsicht über Hunderte von Klöstern "von spöttischen Stimmen auch als 'der König' bezeichnet" [Clanchy, 2000, S. 17]) nimmt ihn in seinem Kloster Cluny auf, wo er noch 2 Jahre lebt. Der Bau des Klosters wurde begonnen in den 80er Jahren des elften Jahrhunderts und im Jahr von Abaelards Eintritt vollendet. Für Peter war Abaelard "'unser Aristoteles'" [Clanchy, 2000, S. 21] . Verurteilung und Bernhards Schreiben an den Papst in 117 Mss. überliefert.

1141

Er zog sich nach Cluny zurück. Nach Otto von Freising schrieb Abaelard dort einige seiner polemischen Schriften gegen Bernhard [vgl. Clanchy, 2000, S. 408].

21. April 1142

Gestorben in der Cluniazenser Priorei von St. Marcel nahe Châlon-sur-Saône. Eine während der französischen Revolution verloren gegangene Handschrift aus dem Kloster des Parakleten berichtete das Ableben Abaelards im Alter 63 Jahren [vgl. Clanchy, 2000, S. 411]. Peter versicherte Héloise, "dass Abaelard wahrhaftig 'der Philosoph Christi' und jegliche Anschuldigung der Häresie gegen ihn falsch gewesen sei" [Clanchy, 2000, S. 17]. Er läßt Abaelards Leichnam zu Héloise bringen und begleitet die Überführung. Peter erteilt Abaelard seine priesterliche Absolution. Er übermittelt dies in einer eigenen Urkunde an Héloise. Diese hängt es über sein Grab.

26. September 1143

Kardinal Guido von Castello wird als Cölestin II. zum Papst geweiht.

1144

Nach seinem Tod hinterlässt der Papst seine Abschriften der "Theologia" und "Sic et Non" von Abaelard seiner Kirche von Città di Castello [vgl. Clanchy, 2000, S. 280f.].

ca. 1163

Von Walter Map wird berichtet, bei einem Mahl mit Erzbischof Thomas Becket und zwei Zisterzienseräbten wurde einer der Briefe Bernhard gegen Abaelard an der Tafel laut vorgelesen [vgl. Clanchy, 2000, S. 388].

1163/64

Tod Héloises.

1207

Überlieferung der Legende, Abaelard habe bei der Beisetzung von Héloises Leichnam in seinem Grab seine Arme ausgebreitet und sie umarmt [vgl. Clanchy, 2000, S. 335].

1497

Beisetzung der Gebeine Abaelards und Héloises in der Kirche von Nogent [vgl. Ernst, Petrus Abaelardus (2003), S. 30].

1792

Überführung der sterblichen Überreste von Héloise und Abaelard vom Kloster des Parakleten nach Paris während der Französischen Revolution [vgl. Clanchy, 2000, S. 230].

1817

Errichtung eines neugotisch gestalteten Grabdenkmals für Héloise und Abaelard auf dem von Père-Lachaise unter den Helden Frankreichs, nachdem ihr altes Grab während der französischen Revolution zerstört worden war [vgl. Clanchy, 2000, S. 36].

Wie auch Abaelards Zeitgenossen Johannes von Salisbury und Bernhard von Clairvaux diktierte er seine Werke einem Sekretär. Als akademischer Magister war er ausgebildet, seine Gedanken "in der lateinischen Diktion 'druckreif' laut vor sich herzusagen und beim Umhergehen zu denken" [Clanchy, 2000, S. 66]. Viele seiner Bücher blieben Fragmente. Trotz der päpstlich angeordneten Verbrennung seiner Bücher nach dem Prozess 1140 in Sens sind seine theologischen Werke dennoch in der Gestalt vollständiger Bücher erhalten geblieben [vgl. Clanchy, 2000, S. 109]. Keine der Handschriften von Abaelards Werken konnte als Autograph oder von ihm autorisierte Abschrift erwiesen werden [vgl. Clanchy, 2000, S. 340]. Die Rekonstruktion der verschiedenen Versionen der 'Theologia' wurde 1987 abgeschlossen [vgl. Clanchy, 2000, S. 340]. Eine der ersten Editionen: von dem Hegel-Schüler V. Cousin, Paris 1836.

nicht datiert

original++Carmen ad Astralabium
Synonym: Monita ad Astralabium;

nicht datiert

original++Carmen figuratum
Synonym: Versus magistri Petri Abaelardi de incarnatione Verbi;

nicht datiert

original++Diurnale Paraclitense

nicht datiert

original++Expositio Orationis Dominicae 'Multorum legimus orationes'

nicht datiert

original++Lux orientalis
Incipit: Et amica Dei specialis;

nicht datiert

original++Ordinale Paraclitense

nicht datiert

original--Quam venerabilis, impreciabilis, hic ades, O crux

nicht datiert

original--Reportatio

nicht datiert

zweifelhaft+Expositio Symboli Apostolorum

nicht datiert

zweifelhaft+Expositio Symboli Sancti Athanasii

nicht datiert

zweifelhaft++Hebet sidus
Synonym: Carmina burana 169;

nicht datiert

zweifelhaft-Liber fantasiarum

nicht datiert

nicht original++Abbreviatio Commentariorum Petri Abaelardi in Epistolam ad Romanos
Synonym: Petri Abaelardi Expostitionis in Epistolam S. Pauli ad Romanos abbreviatio;

nicht datiert

nicht original++Commentarius Cantabrigiensis in Epistolas Pauli
Synonym: Commentarius Cantabrigiensis in Epistolas Pauli e Schola Petri Abaelardi;

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original++3. Planctus virginum Israel super filia Iephtae Galaditae
Incipit: Ad festas choreas caelibes ...;

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original++De divisionibus Boethii

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original++Editio super Aristotelem De interpretatione
Synonym: Editio super Periermeneias Aristotelis;

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original++Editio super Porphyrium

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original+Ep. 16: Epistola ad Heloissam
Synonym: <Begleitschreiben der Predigtsammlung>;

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original++Ep. 17: Confessio fidei ad Heloisam
Synonym: Confessio fidei;

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original++Ep. 3: Rescriptum ipsius ad ipsam
Synonym: Dilectissime sorori sue in Christo;

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original++Ep. 5: Ipse rursus ad ipsam
Synonym: Sponsae Christi servus ejusdem;

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original++Ep. 6: Item eadem ad eundem
Synonym: Suo specialiter sua singulariter;

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original++Ep. 7: Rescriptum ad ipsam de auctoritate vel dignitate ordinis sanctimonialium
Synonym: De ordine sanctimonialium;

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original++Ep. 8: Institutio seu Regula Sanctimonialium
Synonym: Regula sanctimonialium;

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original++Glossae in Categorias
Synonym: Editio super Praedicamenta Aristotelis;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original++Glossae super Aristotelis Categorias

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original++Glossae super Aristotelis De interpretatione
Synonym: Glossae super Periermeneias;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original++Glossae super Porphyrii Isagoge
Synonym: Glossae super Porphyrium;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original++Planctus David super Abner filio Ner quem Ioab occidit
Incipit: Abner fidelissime ...;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original++Planctus David super Saul et Jonathan
Incipit: Dolorum solatium ...;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original++Planctus Dinae filiae Jacobi
Incipit: Abrahae proles Israel nata ...;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original++Planctus Iacob super filios suos
Incipit: Infelices filii ...;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original++Planctus Israel super Samson
Incipit: Abissus vere multa ...;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original++Sequentia 'De profundis'

nicht datiert → zum Sammelwerk

original++Sequentia 'Epithalamica'

nicht datiert → zum Sammelwerk

original++Sequentia 'Virgines caste'

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 1: In annuntiatione beatae virginis Mariae, ad virgines Paraclitenses

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 10: In ramis palmarum
Incipit: Egredimini, filae Sion;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 11: De rebus gestis in diebus passionis
Synonym: In passione Domini;
Incipit: Quo magis nostrae redemptionis tempus;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 12: De cruce
Incipit: Quanta devotione dominae Crucis;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 13: In die paschae
Incipit: Quantum ad devotionem vel honorem feminarum pschalis exultatio;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original++Sermo 14: Expositio orationis dominicae
Synonym: Expositio Dominicae orationis, in diebus rogationum, quae litaniae dicuntur, In diebus rogationum;
Incipit: Praesentes Rogationum, id est orationum;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 15: In die ascensionis
Incipit: Ascensionis dominicae festiva iucunditas;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 16: In octava ascensionis
Incipit: A minimis Dominus inchoans;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 17: In sexta feria post octavas ascensionis Domini
Incipit: Tres solemnitates in lege sanctas novimus;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 18: In die pentecostes
Incipit: Duae sunt solemnitates dominicae;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 19: In feria secunda pentecostes
Incipit: Maximam apud vos festivitates Pentecostes;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 2: In natali Domini, ad virgines Paraclitenses
Synonym: De natali Domini;
Incipit: Laetentur caeli, et exultet terra ;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 20: In feria tertia pentecostes
Incipit: Hestermnum sermonem ex testimoniis sexagesimi septimi psalmi collegimus;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 21: In feria quarta pentecostes
Incipit: Quid etiam Amos propheta;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 22: In feria quinta pentecostes
Incipit: Tum ipsum diem Paschae quam Pentecosts dono Spiritus sancti legimus;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 23: De Sancto Petro
Incipit: Beati Petri apostolorum principiis solemnitas;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 24: In conversione Sancti Pauli
Synonym: In conuersione Pauli;
Incipit: Praecipui gentium doctoris conversio;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 25: De Sancto Joanne evangelista
Incipit: Qui sermones in sanctorum festivitatibus componunt;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 26: In assumptione beatae Mariae
Synonym: Expositio in evangelica lectione ipsius diei;
Incipit: Sicut ex dictis ecclesiasticorum doctorum collegimus;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 27: In die sancti Marcellini papae et martyris
Incipit: Superna pietas, fratres, membris suis omnibus;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 28: In dedicatione ecclesiae
Incipit: Dedicationis solemnitas quantum caeteras antecedat;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 29: De sancta Susanna, ad hortationem virginum
Incipit: Audisti, carissimae, atque utinam exaudissetis beatam illam sponsae sollicitudinem;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 3: In circumcisione Domini, ad virgines Paraclitenses
Incipit: Circumcisionis dominicae seu baptismi rationem quaerentibus;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original++Sermo 30: De eleemosyna, pro sanctimonialibus de Paraclito
Incipit: Inter universas Domini parabolas;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 31: In natali sancti Stephani, vel caeterorum diaconorum, qui ab apostolis derivati sunt obsequio sanctarum viduarum
Incipit: In lectulum Salomonis sexaginta fortes ambiunt ex fortissmis Israel;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 32: De laude sancti Stephani protomartyris, ancillis Christi servus Christi, tanto Domino digne confamiliari
Incipit: Protomartyris et coelestis signiferu piissimas exequias;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 33: De sancto Ioanne Baptista
Incipit: Dominus aad beatum Iob in parabolis loquens;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 34: In natali innocentum
Incipit: Si ad corporalem aspiciamus pacem hodierna passio innocentium;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 4: In epiphania Domini
Incipit: Epiphaniae praesens solemnitas vocabuli sui;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 5: In purificatione Sanctae Mariae
Incipit: Quum essemus parvuli;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 6: In septuagesima
Incipit: Ecclesiastes ad huius vitae vanitatem;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 7: In ramis palmarum
Incipit: Hodierna solemnitas et tanquam imperialis pompae triumphalis iucunditas;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 8: In ramis palmarum
Incipit: Eraz autem spelunca et lapis superpositus;

nicht datiert → zum Sammelwerk

original+Sermo 9: In ramis palmarum
Incipit: Ferculum sibi fexit rex Salomon;

nicht datiert → zum Sammelwerk

zweifelhaft++Ep. 20: Epistolae duorum amantium

nicht datiert

original++Epistolae

nicht datiert

original++Planctus

original--Abbreviatio Expositionis Petri Abaelardi in Hexaemeron

ca. 1102/12

original++Glossae literales

1109/16

original-Introductiones parvulorum

1109-1116

zweifelhaft++Sententiae secundum magistrum Petri
Synonym: Secundum magistrum Petrum sententiae;

1113-1114

original-Expositio in Ezechielem
Synonym: Glossae super Exechielem, Hiezechiele;

ca. 1113-25 (?)

??Logica 'Ingredientibus'

ca. 1117

original-Carmina amatoria

1118/20

original++Theologia 'Summi boni'
Synonym: Tractatus de unitate et trinitate divina;

ca. 1118-1120?

zweifelhaft++Glossae super librum Porphyrii secundum vocales
Synonym: Glosse super Porphyrium secundum vocales;

vor 1120?

zweifelhaft++Sententiae 'positio vocum'
Synonym: Positio vocum sententie;

1120/22/25

original++Dialectica

1120-24

original-Grammatica
Synonym: Retractatio praedicamentorum;

1120-24(?)

original-Rhetorica

1120-1125?

original++Tractatus de intellectibus

ca. 1120 → zum Sammelwerk

original++Ep. 14: Ad G. Parisiensem episcopum
Synonym: <An Bischof Gilbert und den Klerus von Paris>;

ca. 1120 → zum Sammelwerk

original-Ep. 18: Ad canonicos Turonensis S. Martini
Synonym: Ad beati Martini Turonensis ecclesiam;

ca. 1120 → zum Sammelwerk

original++Ep. 4: Rescriptus ipsius ad ipsum
Synonym: Unico suo post Christum;

1120-25? → zum Sammelwerk

original++Glossae super Topica
Synonym: Glossae super Boethii De differentiis topicis, Super Topica glossae;

1121/22

original++Sic et non

1121 → zum Sammelwerk

original++Ep. 11: Adversus eos qui ex auctoritate Bedae presbyteri arguere conantur Dionysium Areopagitam fuisse Dionysium Corinthiorum episcopum, et non magis fuisse Atheniensium episcopum
Synonym: <An Abt Adam und die Mönche von Saint-Denis>;

1121/22 (?) → zum Sammelwerk

original-Ep. 19: Exhortatio ad fratres et commonachos

1122-25(?)

original++Logica 'Nostrorum petitioni sociorum'
Synonym: Glossulae super Porphyrium;
Incipit: Nostrorum petitioni sociorum ...;

ca. 1122

original++Soliloquium
Synonym: Dialogus inter A.P. et P.A.;

1122/26

original++Theologia christiana

ca. 1125-26

original++Collationes
Synonym: Dialogus inter philosophum, iudaeum et christianum;

1. Hälfte 12. Jh.

nicht original+De generibus et speciebus

1127-28

zweifelhaft++Sermo 'Adtendite a falsis prophetis'

Nach 1127 und vor 1136

original++Sermones per annum legendi

1128/32 (?) → zum Sammelwerk

original++Ep. 12: Contra quendam canonicum regularem, qui Monasticum ordinem deprimebat, et suum illi anteferebat

1130-1140

original++Theologia 'Scholarium'
Synonym: Introductio ad theologiam;

frühe 1130er Jahre

nicht original++Sententiae Florianenses

nach 1130

nicht original++Sententiae Hermanni
Synonym: Epitome theologiae christianae, Petri Abaelardi Epitome theologiae, Sententiae magistri Petri Abelardi, Sententiae Petri Abaelardi, Sententie Abaelardi;

1130-1139

original++Sequentiae

1132-37(?)

original-Psalterium

1132/35 (?) → zum Sammelwerk

original++Ep. 13: Invectiva in quemdam ignarum dialectices, qui tamen eius studium reprehendebat, et omnia eius dogmata putabat sophismata et deceptiones

1132/37 (?) → zum Sammelwerk

original++Ep. 2: Heloisae suae ad ipsum deprecatoria
Synonym: Heloyse sue ad ipsum deprecatoria;

1133/37(?)

original?Anthropologia
Synonym: Tropologia;

1133-36 (?)

original++Commentaria in epistolam Pauli ad Romanos
Synonym: Expositio in epistulam ad Romanos;

1133-37(?)

original?Commentaria in Epistulam ad Galatas

1133-36(?)

original++Expositio in Hexaemeron

1133-37(?)

nicht original++Sententiae Parisienses
Synonym: Sententie Parisiensis, Sententie Parisiensis I;

1133/36 → zum Sammelwerk

original++Ep. 1: Abaelardi ad amicum suum consolatoria
Synonym: Historia calamitatum;

1133/39 (?) → zum Sammelwerk

original++Ep. 10: Ad Bernardum Claraevallensem abbatem
Synonym: <An Bernhard von Clairvaux>;

1133/1139 (?) → zum Sammelwerk

original++Ep. 9: Ad virgines Paraclitenses de studio litterarum
Synonym: De studio litterarum;

1136?

original++Hymnarius Paraclitensis
Synonym: Hymni;

ca. 1136-39?

original+Problemata Heloissae cum Petri Abaelardi solutionibus

kurz vor 1138

original+Introductio ad theologiam

ca. 1138/39

original++Scito te ipsum
Synonym: Ethica, Ethica seu liber dictus scito te ipsum, Nosce te ipsum, Scito teipsum;

späte 1130er

original++Sententiae Quoniam misso
Synonym: Sententiae Parisiensis II;

ca. 1139

zweifelhaft++Liber sententiarum
Synonym: Liber sententiarum Magistri Petri, Sententiae;

1140

original++Apologia contra Bernardum

1140

original++Confessio fidei
Synonym: Confessio fidei 'Universis';
Incipit: Universis';

1140

original++Confessio fidei ad Heloisam [Ep. 17]

vor 1. Juni 1140 → zum Sammelwerk

original++Ep. 15: Contra Bernardum Abbatem
  • Clanchy, Michael T.: Abaelard. Ein mittelalterliches Leben, Darmstadt (WBG) 2000.
  • Lohr, Charles: Medieval Latin Aristotle Commentaries, in: Traditio 28 (1972), 281-396.
  • Mews, Constant J.: The Sententie of Peter Abelard, in: RThAM 53 (1986), 130-184; jetzt in: Abelard and his Legacy, Aldershot (Variorum) 2001, Nr. VI.
  • Mews, Constant J.: "Peter Abelard", in: Authors of the Middle Ages. Historical and Religious Writers of the Latin West, Volume II, Nos. 5-6, hrsg. v. Patrick J. Geary, Aldershot/Brookfield 1995, S. 1-88.
  • Mews, Constant J.: On Dating the Works of Peter Abelard, in: Med. Stud. 60 (1985), 73-134.
  • Fabian, C.: Personennamen des Mittelalters (PMA). Nomina Scriptorum Medii Aevi. Bayerische Staatsbibliothek. 2. Auflage. München 2000.
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